Warnsdorfer Hütte - Austria-Forum : Heimatlexikon
Warnsdorfer Hütte#
Venedigergruppe

"Heimatlexikon - Unser Österreich"
2.336 m
Erbaut 1891
Die Warnsdorfer aus Böhmen müssen in ihr „Arbeitsgebiet" - die Krimmler Tauern - geradezu vernarrt gewesen sein. 1891 errichteten sie hier ihre erste Hütte (s. Abbildung), und dann ging es Schlag auf Schlag: 1897 Richterhütte, 1901 Zittauerhütte, 1907 Neugersdorferhütte (heute auf der italienischen Seite) und als Draufgabe rund 70 km alpine Wege, darunter der Krimmler Wasserfallweg, und ein Elektrizitätswerk. Was soll man da noch sagen? Hut ab vor so viel Opferwillen, Tatendrang und Bergliebe.
Den Lohn dafür bekamen sie allerdings nicht: Nach 1945 wurden die meisten Sektionsmitglieder ausgesiedelt und der Verein aufgelöst, nur der Name lebt heute noch in der ÖAV-Sektion Warnsdorf-Krimml weiter.
Übergänge: Kürsingerhütte (3 ½ Std.), Essener Hütte (4 Std.), Birnlückenhütte (4 Std.).
Für Gipfelsammler: Großvenediger, 3.674 m (7 Std.), Simonyspitze, 3.488 m (6 Std.), Gr. Geiger, 3.360 m (5 Std.), Schlieferspitze, 3.289 m (3 ½ Std.), Sonntagskopf, 3.129 m (3 ½ Std.) u. a. m.
Talort: Krimml/Salzburg
Ausgangspunkt: Innerkeesalm (Taxi) (2 Std.)
Bewirtschaftungszeiten: Mitte Juni bis Ende September
Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung des Stocker Verlags aus dem schönen Buch:
Imo Eberhard Irsay: Servus alte Hütt'n. Bekannte Schutzhütten einst und jetzt. Leopold Stocker Verlag, Graz 2002.
Bestellung des Buches (Leopold Stocker Verlag)

