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Wassermannloch bei Eisenerz#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Wie der steirische Erzberg „entdeckt" wurde

Wassermannloch
Wassermannloch bei Eisenerz
© Hilde und Willi Senft

An der Bundesstraße von Eisenerz in Richtung Hieflau Hieflau, Steiermark entspringt knapp neben dem Erzbach bei der „Schwarzen Lack'n", eine mächtige Karstquelle. Dort sahen die Leute vor langen Zeiten öfters einen Wassermann. Damals glaubte man, daß so ein Wassermann große Schätze besitze. Man entschloß sich, ihn zu fangen, was mit einer List auch gelang: man legte Braten und Wein sowie Kleidungsstücke, die innen mit Pech bestrichen waren, aus. Prompt sprach er dem Wein reichlich zu und schlüpfte in die Kleider. So war es ein Leichtes, ihn zu fangen. Sie führten ihn talaufwärts, und als man zu jener Stelle gekommen war, wo man zum ersten Mal den Erzberg erblickt, da jammerte er und versprach für seine Freilassung große Schätze: „Einen goldenen Fuß oder ein silbernes Herz oder einen eisernen Hut. Das Gold aber währt nur kurze Zeit, das Silber nicht lange, das Eisen jedoch ewig!" Die Leute entschieden sich für den „eisernen Hut". - Der Wassermann zeigte auf den Erzberg und sprach „Seht, dort steht er, dieser Berg wird euch Eisen für immer geben!"

Das „Wassermannloch" ist kaum zu verfehlen.

Quellen#

Text und Bild aus: Steirischen Geheimnissen und Kuriositäten auf der Spur, Hilde und Willi Senft, MEDIA Marketing G.m.b.H. 2000


Redaktion: Hilde und Willi Senft