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Zentralfriedhof Zentralfriedhof Wien #

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Ehrengrab von für Rudolf von Alt, © Imagno/Öst.Volkshochschularchiv
Ehrengrab von für Rudolf von Alt
© Imagno/Öst.Volkshochschularchiv
Staatsbegräbnis von Bundespräsident Theodor Körner, Jänner 1957, © Imagno/Barbara Pflaum
Staatsbegräbnis von Bundespräsident Theodor Körner, Jänner 1957
© Imagno/Barbara Pflaum
Lueger-Gedächtniskirche, um 1990, © Imagno/Dagmar Landova
Lueger-Gedächtniskirche, um 1990
© Imagno/Dagmar Landova
Grabmäler in der Israelitischen Abteilung, © Imagno/Öst. Volkshochschularchiv
Grabmäler in der Israelitischen Abteilung
© Imagno/Öst. Volkshochschularchiv

Wien 11. Der größte Friedhof Wiens mit 240 ha Fläche und rund drei Millionen Bestatteten gehört zu den größten Friedhofsanlagen Europas. Er wurde 1874 eingeweiht und seither mehrmals erweitert. Aufgrund seiner vielen Ehrengräber, der Jugendstil-Bauwerke und des weitläufigen Areals gehört er zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien.

Mittelpunkt ist die Kuppelkirche Lueger-Gedächtniskirche, mit dem Sarkophag Luegers im Gruftraum. Ein Zentralbau in secessionistischem Stil, der von Maximilian Hegele 1908-10/11 erbaut wurde.

Davor befindet sich die Gruft der Bundespräsidenten der 2. Republik. Vom Hauptportal (1905 von Hegele) ausgehend kommt man zur Mittelallee der "Ehrengräber berühmter Persönlichkeiten". Zum Teil wurden die Gräber aus aufgelassenen Friedhöfen hierher übertragen (L. van Beethoven, F. Schubert). Nach links befinden sich die "Gräber historisch denkwürdiger Personen" weiters die Arkadengrüfte mit prunkvollen Grabstätten, die bereits 1902 vollständig belegt waren.

Der Zentralfriedhof beherbergt unter anderem:

Kriegergrabstätte der Gemeinde Wien von Anton Hanak (1925)

Gedenkanlage für die Opfer im Kampf um Österreichs Freiheit 1934-45

Grab für die Opfer des Ringtheaterbrandes.

Abteilungen des Zentralfriedhofs:#

  • Babyfriedhof: die Stadt Wien hat aus Pietätsgründen 1985 am Zentralfriedhof begonnen, für Totgeburten gebührenfreie Grabstätten anzulegen und für diese auch Begräbnisse kostenlos durchzuführen. Gestaltet von Prof. Dr. Riccabona.
  • Armenfriedhof: Heute spricht man von Sozialgräbern. Seit ungefähr 2000 werden Sozialgräber für 10 Jahre im hinteren Bereich des Zentralfriedhofes kostenfrei zur Verfügung gestellt.
  • Anatomiefriedhof: Für Menschen, die nach dem Tod ihren Körper der Medizin zur Verfügung stellen.
  • Waldfriedhof: Schon im Jahr 1920 war die Anlage eines Waldfriedhofes geplant 2009 umgesetzt. Rund um diese Bäume sind 12 Urnen-Grabplätze vorgesehen, die von Pflanzen überwuchert werden.
  • Evangelischer Friedhof: 1904 wurde der neue evangelische Friedhof bei Tor 4 eingeweiht.
  • Alter Jüdischer Friedhof: 1877 von der Israelitischen Kultusgemeinde erworben und 1879 erfolgten die ersten Beisetzungen nach mosaischen Riten.
  • Neuer Jüdischer Friedhof: Am 8. Jänner 1911 beschloss die Israelitische Kultusgemeinde die Erweiterung des Friedhofs und erwarb ein neues Gelände.
  • Park der Ruhe und Kraft: 1999 wurde der Park eröffnet. Der Kraftort wurde vom Architekten Prof. Christof Riccabona und den Lehrlingen, bzw. Lehrern der Städtischen Steinmetzbetriebe gestaltet.
  • Buddhistischer Friedhof: Die Anlage wurde zum Vollmond im Mai 2005 eröffnet. Der Entwurf des Stupas und der Anlage stammt von Prof. Dr. Riccabona, der selbst Buddhist ist.
  • Russisch-orthodoxer Friedhof: Am 9. Mai 1895 wurde die Friedhofskirche zum heiligen Lazarus in der neu angelegten Abteilung eingeweiht. Mittlerweile gibt es eigene Abteilungen folgender orthodoxer Glaubensgemeinschaften: Bulgarisch-Orthodoxe Kirche, Griechisch-Orthodoxe Kirche, Koptische Kirche, Rumänisch-Orthodoxe Kirche, Russisch-Orthodoxe Kirche, Serbisch-Orthodoxe Kirche, Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien.

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler