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Dipl. Ing. Elisabeth Ertl#

Elisabeth Ertl
Geboren 1986 in Wien

Studium an der Universität für Bodenkultur. Studiengang: "Water Management and Environmental Engineering". Im Zuge dieses englischsprachigen Masterstudiums hat Ertl die Spezialisierung "Water Management and Engineering" gewählt, in der die Bereiche Wasserbau und Fließgewässermanagement, Hydrologie und Wasserwirtschaft und Siedlungswasserwirtschaft im Vordergrund stehen.

Studienreisen in viele Länder, u.a.: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Island, Italien, Liechtenstein, Malta, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien, Tunesien, Ungarn, Zypern

Fallweise schriftstellerisch und fotografisch tätig, z.B. als Teil der Austria-Forum als Teil der Community, siehe etwas Hermannshöhle oder Allander Tropfsteinhöhle


Kurzzusammenfassung der Masterarbeit (in Englisch) mit dem Titel: Forests and forestry in the Viennese Danube floodplain around 1830 #

Changing landscapes and river courses characterized the Viennese Danube floodplain before the regulation (1870-1878). Not only nature had to adept to altered conditions, but also human settlers who used the forests as a source of firewood, building materials and food.

In the first half of the 19th century one of the most extensive compilation of land use data and maps was compiled, namely the Franciscan Cadastre. Along with other detailed information the cadastre describes the forestry measures, the state of the forest, rejuvenation and the occurring tree species. Reconstructing specific aspects of the floodplain forest in Vienna in 1830 was the major objective of this thesis. Therefore the wooden plants which were commonly found in this area were investigated with the help of the data taken from the Franciscan Cadastre. They in turn were compared to later time steps to see if a shift in the occurrence of plants can be recognized. Furthermore the use of the floodplain forest around 1830 was investigated. The production of firewood was then the primary goal of the forestry. Plants which were able to sprout from trunks or roots were encouraged, because they could regenerate more quickly and could produce firewood in high quantities, as wood fuels were the only source of energy until the middle of the 19th century, when coal became available for private households. This altered the demand of wood considerably, as timber wood rose in importance, leading to a change in forestry measures.

Moreover the role which the Viennese Danube floodplain forest played in 1830 as a source of firewood was investigated.

Kurzzusammenfassung der Masterarbeit auf Deutsch#

Die Donauauen waren vor der Regulierung der Donau (1870-1878) stetig im Wandel. Der Fluss änderte seinen Lauf und die Landschaft ihr Gesicht. Pflanzen, die in diesen Lebensräumen wuchsen, zeichneten sich durch eine hohe Anpassungsfähigkeit an geänderte Lebensbedingungen aus. Auch der Mensch musste sich dem Fluss anpassen, da die Auwälder als Grundlage für Brennstoffe, Baumaterialien und Nahrung dienten.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen von Landnutzungskarten und Daten. Es war dies der Franziszeische Kataster. In diesem Werk finden sich viele Informationen über das Untersuchungsgebiet, wie zum Beispiel die Bewirtschaftung des Waldes und die vorkommenden Baumarten. Bestimmte Inhalte des Katasters waren daher von besonderer Bedeutung für eine Rekonstruktion der Verhältnisse, die damals geherrscht haben könnten. Häufig vorkommenden Pflanzenarten wurden mit Hilfe des Katasters untersucht. Weiters wurden sie mit späteren Zeitpunkten verglichen, um einen möglichen Trend in der Zusammenstellung der Gehölze erkennbar machen zu können.

Weiters beschäftigt sich diese Diplomarbeit mit der Nutzung der Wiener Donauauen um 1830. Zu dieser Zeit war der primäre Zweck der Wälder die Brennholzproduktion. Aus diesem Grund wurden häufig Gehölze gepflanzt, die sich durch Wurzel- oder Stockausschlag schneller vermehren konnten, sowie einen höheren Ertrag lieferten. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war Brennholz die einzige Energiequelle für private Haushalte, danach setzte sich Kohle durch. Auf Grund dessen verlor Holz als Brennstoff weitestgehend seine Bedeutung. Dafür stieg der Bedarf als Baustoff an, was zu einer Änderung der Bewirtschaftung des Waldes führte.

Ein weiteres Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, welche Bedeutung die Wiener Donauauen als Brennholzlieferant für die Stadt Wien hatten.