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Professor Rupert Lenzenweger#

Lenzenweger
Foto: Privatarchiv

Ich wurde im März 1931 in Ried im Innkreis geboren. Meine Eltern lebten in einem Einfamilienehaus mit großem Garten und ich erlebte eine behütete Kindheit. Schon früh erwachte in mir das Interesse für die Natur, das noch weiter vertieft wurde, als ich im Alter von 11 Jahren ein kleines Mikroskop bekam, eine Entscheidung, die für mein weiteres Leben sinngebend war.

Nach der Mature im hiesigen humanistischen Gymnasium, wurde ich, dem Wunsche meiner Eltern folgend, Bankangestellter, ein Beruf der zwar nicht unbedingt meinen Neigungen entsprach, den ich aber dennoch bis zu meiner Pensionierung 1991 ausübte.

Meine im Laufe der Jahre intensiv betriebene mikroskopische Betätigung mit Spezialisierung auf Zieralgen (Desmidiaceen) brachte mir Einladungen nicht nur für Lehrveranstaltungen an mehreren östereichischen Universitäten ein, sondern auch eine Einladung an die Universität in Chaing Mai (Thailand). Ich publizierte zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften und verfasste eine umfangreiche, mehrbändige "Desmidiaceenflora von Österreich".

Daraus resultiert auch, dass mir vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung der Berufstitel Professor verliehen wurde. Neben der intensiven Beschäftigung mit den Zieralgen, interessieren mich auch noch andere, die Mikroskopie betreffende Themen, wie unter anderem auch die fossile Mikroflora und Mikrofauna der geologischen Ablagerungen der näheren Umgebung meines Wohnortes.

Zur Untersuchung kosmolitischer und exotischer Arten war ich zum Sammeln dieser Algen unter anderem in Grönland, Feuerland und in den Everglades von Florida unterwegs".