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Dr. tech. Mag. rer. nat. Walther Neuper#

Dr. Neuper

Walther Neuper wurde am 17. April 1949 in Bad Mitterndorf in der Obersteiermark geboren.

Nach Ausbildung zum Volksschullehrer 1968/69 begann er ein Studium für das Lehramt in Mathematik und Leibeserziehung an der Universität Salzburg. Dieses schloss er nach seiner Heirat und der Geburt seiner beiden Kinder 1974 ab.

Die folgenden siebzehn Jahre betrieb er Schulversuchs-Arbeit in Mathematik und Informatik am Akademischen Gymnasium Salzburg. Als einer der Pioniere für Einführung von Computern an Schulen begann er 1976 das "Wahlpflichtfach EDV", hielt Didaktik-Vorlesungen, initiierte eine Lehrerarbeitsgemeinschaft und organisierte Lehrerfortbildung auf Landes- und Bundesebene.

1988 initiierte er ein Projekt zur inneren Schulreform, "Kreativität & Arbeitstechnik", das handlungs-orientierten Unterricht mittels Computereinsatz fördern sollte. Das Projekt verband ein Lehrerteam mit Elternvertretern, der Salzburger Universität und Wirtschaft (Sponsoring durch 300.000,- ATS) und arbeitete didaktische Konzepte aus, die dem Bundeministerium 1990 die Ausstattung mit Notebooks anstelle der üblichen Computer-Labors abrang. Die Durchführung scheiterte jedoch an der Reformresistenz der Lehrergewerkschaft.

Deshalb verließ Walther Neuper 1991 die Schule, arbeitete als Software-Entwickler und war frei für Aufträge seitens der UNO: 1992 im UNESCO Projekt "Educational Software Development" in Syrien, 1993 im "Educational Assistance Programme for Croatia and Slovenia" sowie in "MacSchubert" des UNU/IIST für ein Projektvorhaben zur Entwicklung von Lernsoftware für mathematisch-technische Ausbildung.

Um Vorarbeiten aus "MacSchubert" zu sichern, führte Walther Neuper den Kontakt zu den österreichischen Projektproponenten, Peter Lucas und Bruno Buchberger, fort und nahm daneben seinen Lehrerberuf wieder auf. Nach Abschluss seiner Dissertation 2001 unterstützten die Institute IST und IICM der TU Graz die Entwicklung einer Benutzerschnittstelle im "Isac-Projekt". 2013 wechselte der Schwerpunkt der Isac-Entwicklung zur Mathematik-Engine am RISC Linz.

Der aktuelle Arbeitsschwerpunkt von Walther Neuper gilt, neben der ständigen Weiterentwicklung von Isac im Verein mit Studentenprojekten, der Zusammenführung von Expertise aus verschiedenen Universitäts-Instituten zur Entwicklung von mathematisch-technischer Lernsoftware nach dem aktuellen Stand der Computer Mathematik sowie Verbreitung der Charakteristika künftiger Mathematik Lernsoftware auf allen Ebenen der Lehre.

Auch künftig sieht sich Walther Neuper dadurch herausgefordert, dass einerseits Lernsoftware kein primäres Anliegen von akademischer Computer Mathematik sein kann und andererseits pädagogische Möglichkeiten von Software, die einem aktuellen Stand von Computer Mathematik entsprechen würde, bei pädagogischen Entscheidungsträgern unbekannt sind.

Quellen: