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Welan, Manfried #

* 13. 6. 1937, Wien


Jurist, Politologe, Rektor, Politiker
Em. O. Univ.Prof. Dr.Dr.hc.



© Manfried Welan
© Manfried Welan

Manfried Welan wurde am 13. Juni 1937 in Wien geboren und legte 1955 die Matura mit Auszeichnung am Elisabethgymnasium in Wien ab.

Anschließend absolvierte er ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien, das er als Werkstudent (Komparse, Vorleser, Nachhilfelehrer, Hilfsarbeiter) 1961 mit der Promotion zum Dr. jur. abschloss.
Darüberhinaus absolvierte er ein Studium der Politikwissenschaft als Autodidakt.

"Das goldene Wiener Herz ist ein Klischee, das goldene Wiener Hirn ist eine Realutopie, dieser Herausforderung muß man sich stellen"


1961/62 Rechtskundiger Verwaltungsdienst an der Technischen Universität Wien
1962-1966 Sekretär und Schriftführer im Verfassungsgerichtshof; Ministerialkommissär
1967-1969 Wirtschaftskammer Österreich, Wissenschaftliche Abteilung
1968/69 Professor für Rechtslehre – Institut für Rechtswissenschaften – Universität für Bodenkultur Wien
1975-1977 Prorektor der Universität für Bodenkultur Wien
1977-1981 Rektor, dann Vizerektor bis 1984
1979-1981 Präsident der Österreichischen Rektorenkonferenz
1982-1986 Präsident der Akademie für Umwelt und Energie in Laxenburg
1986-1991 Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Natur- und Umweltschutz (ÖGNU), Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Ökologie (ÖGÖ)
1983-1991 Politiker in Wien, Gemeinderat und Landtagsabgeordneter
1986/1987 Stadtrat und Mitglied der Landesregierung
1988-1991 Dritter Landtagspräsident
1991-1993 Rektor der Universität für Bodenkultur Wien
1994-2000 Gastprofessor für Politik – Europäische Journalistenakademie Krems/Wien
1994-2001 Vizerektor
1991-2000 Vizepräsident der Österreichischen UNESCO-Kommission
Seit 2003 Präsident der UNESCO-Gemeinschaft Wien
2005 Emeritierung


Manfried Welan. Foto, 1985., © Die Presse/Michaela Seidler, für AEIOU
Manfried Welan. Foto, 1985.
© Die Presse/Michaela Seidler, für AEIOU

Darüberhinaus hatte und hat Prof. Welan verschiedendste Funktionen inne, so u.a.
Präsidium Demokratiezentrum Wien
Österreichische Gesellschaft für Agrar-und Umweltrecht
Institut für Konfliktforschung
ICEUR (International Center for Advanced and Comparative EU-Russia/NIS Research)
Friedensuniversität Schlaining
Jury der Lupac-Stiftung

Verfassungs- und Verwaltungsrecht; Agrarrecht; Umweltschutzrecht, insbes. Agrarumweltrecht; Politikwissenschaft (Politisches System); Demokratie und Verfassung in Österreich; Regierungssystem; Pluralismus und Föderalismus; Parlamentarismus; Gesetzgebung; Verfassungsgerichtsbarkeit; Politische Freiheit; Menschenrechte; Selbstverwaltung; Parteien und Verbände; Wissenschaftspolitik

Auszeichnungen (Auswahl)#

  • 1993 Dr.hc. der Westungarischen Universität Mosonmagyaróvár
  • 2004 Wissenschaftspreis der Bundeshauptstadt Wien für Geistes- und Sozialwissenschaften 2003

Werke (Auswahl)#


  • Der Mensch in Gesellschaft und Staat (gem. m. Leitner u. Tomandl; mehrere Auflagen), 1969
  • Der Bundeskanzler im österreichischen Verfassungsgefüge, 1971 (mit H. Neisser)
  • Demokratie und Verfassung in Österreich, 1971 (mit A. Pelinka)
  • Theorie und Praxis des Bundesstaates, 1974
  • Das österreichische Staatsoberhaupt, 1986
  • Streit Hainburg, Verwaltungsakten 1988 (Hg.)
  • Was die Kanzler sagten, 1989
  • Aus dem Elfenbeinturm, 1989
  • Der Bundespräsident, 1992
  • Umwelt und Recht in Österreich, 1995
  • Recht in Österreich, 1999
  • Aus dem Elfenbeinturm II - eine Fortsetzung, 1999
  • Regierungsbildung; insbesondere 1999/2000, 2000
  • Heldenplatz - der europäische Verfassungsstaat in Wien, 2000
  • Austria Revisited, Demokratie und Verfassung in Österreich (gemeinsam mit A. Pelinka), 2001
  • Einstweilige Bundesregierung und Minderheitsregierung, 2002
  • Heldenplatz und Staatsidee, 2003
  • Das Menschenrecht Hermann Brochs, 2004
  • Ein Kind meiner ZeitManfried WelanÖsterreichischer Kunst- und KulturverlagWien2005, 2005
  • Der Prozess Jesu und Hans Kelsen, 2007
  • Regierungsbildung (gem. m. Moser), 2008
  • Entwicklungsmöglichkeiten des Regierungssystems, 2009
Neben seinen 25 Büchern verfasste er etwa 250 Beiträge in Fachbüchern und Fachzeitschriften und zahlreiche Kleinbeiträge in verschiedensten Medien.

Seit 1982 ist Manfried Welan zusammen mit Christian Brünner und Wolfgang Mantl Herausgeber der "Studien zu Politik und Verwaltung" (bisher rund 100 Bände, Böhlau-Verlag)und ist u.a. Mitherausgeber des "Journal für Rechtspolitik" (Springer-Verlag).


Seine Hauptarbeitsgebiete umfassen die Bereiche Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Agrarrecht, Umweltschutzrecht (insbes. Agrarumweltrecht), Politikwissenschaft (Politisches System), Demokratie und Verfassung in Österreich, Regierungssystem, Pluralismus und Föderalismus, Parlamentarismus, Gesetzgebung, Verfassungsgerichtsbarkeit, Politische Freiheit, Menschenrechte, Selbstverwaltung, Parteien und Verbände und Wissenschaftspolitik.

Weiterführendes#

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl


Will man die Bürger wirklich fordern, dann muss man sie auch öfter fragen und wählen lassen, nicht nur alle fünf Jahre im NR oder gar alle sechs in OÖ ? Das ist aber nicht wirklich gewünscht, sonst hätte man die Legislaturperiode des NR nicht verlängert. Zu den Folgen siehe obigen ausgezeichneten Essay. Auf die Auswirkungen der heutigen Wahlen in Deutschland darf man gespannt sein, weil hier der Wähler die Möglichkeit hat, relevant zu entscheiden..

-- Glaubauf Karl, Sonntag, 27. März 2011, 14:22