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Bericht in der "Kleinen Zeitung" #

Wissens-Pool mit besonderer Qualität#

Der Grazer Internet-Vorreiter Hermann Maurer setzt mit „Austria-Forum“ neue Maßstäbe. Von Norbert Swoboda, 11. Dezember 2015

H. Maurer, Foto © Wolf
H. Maurer
Foto © Wolf
Hermann Maurer baut das Austria-Forum aus.

Kämpferisch und sprühend voller Ideen ist er wie eh und je: Hermann Maurer, Internet-Guru und Visionär, gibt sich mit kleinen Zielen ab. Mit seinem Kind, dem „Austria-Forum“ antwortet er auf drei Herausforderungen des Netzes: „Im heutigen Internet findet man entweder zu viel oder zu wenig - es gibt rund 500 Milliarden Beiträge im Netz. Bei den Antworten der Suchmaschinen stimmt daher oft die Kohärenz nicht, und über die Verlässlichkeit der Daten weiß man auch selten etwas“, sagt der 74-jährige Informatiker, der kürzlich die lebenslange Ehrenmitgliedschaft der Österreichischen Computergesellschaft verliehen bekommen hat.

Zur Person
Hermann Maurer, 1941 in Wien geboren, studierte in Wien Mathematik und wurde Professor in Calgary (Kanada) und ab 1978 an der TU Graz Informatiker.
Er war Vorreiter des Internets und gründete und initiierte eine Reihe von Unternehmen.
Zuletzt erhielt er die lebenslange Ehrenmitgliedschaft der Österreichischen Computergesellschaft.

„Wir haben in diesem Wissensnetz rund 600.000 Objekte gesammelt, über die wir eine leichte Struktur gelegt haben.“ Das soll die Suche erleichtern, denn man kann eben gezielter auswählen als bei einer Google-Suche. Die Verlässlichkeit wird erreicht, indem die Autoren der Beiträge genannt sind.

„Man kann ihnen auch schreiben und Anregungen geben“, sagt Maurer. Ein kleines Team (unter Federführung von Martin Ebner an der TU Graz) und rund 120 ehrenamtlichen Mitgliedern pflegt das Portal und erweitert es ständig.

1000 E-Bücher
Wichtig sind einzelne Sammlungen, wie etwa das Admonter Herbarium, rund 1000 E-Bücher, mehrere Nachlässe von österreichischen Künstlern und vieles mehr. Ein wichtiger Eckstein bildet das Lexikon AEIOU, das 2006 entwickelt wurde.

Die Zuwachsraten von bis zu 30 Prozent sind enorm, deshalb hat Maurer jetzt auch einen eigenen Führer herausgebracht: Unter http://austria-forum.org/buch kann man mit Maurer sogar einen geführten Spaziergang unternehmen.