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Allmayer-Beck, Johann Christoph#


* 19. 8. 1918, Baden bei Wien


Historiker und Museumsdirektor


Aus einer alten Beamten- und Offiziersfamilie stammend, besuchte Allmayer-Beck die Mittelschule der Jesuiten in Kalksburg. Da er die aktive Offizierslaufbahn anstrebte, ging er danach an die Militärakademie in Wiener Neustadt. Während des 2. Weltkrieges leistete er Kriegsdienst als Berufsoffizier. Nach Kriegsende und Entlassung aus einer kurzen Kriegsgefangenschaft nahm er an der Universität Innsbruck das Studium der Geschichte und Kunstgeschichte auf. 1947 übersiedelte er nach Wien, wo er das Institut für österreichischen Geschichtsforschung absolvierte. In den historischen Hilfswissenschaften als Archivar spezialisiert, trat er 1950 seinen Dienst im österreichischen. Kriegsarchiv an, wo er sich rasch als Militärhistoriker profilierte. 1961 erfolgte seine Überstellung ins Heeresressort, 1964 übernahm er die Leitung des Heeresgeschichtlichen Museums und Militärwissenschaftlichen Instituts. In der Ära seiner Direktorenschaft erfuhr das Museum eine grundsätzliche Neugestaltung, zahlreiche Ausstellungen präsentierten die Schätze des Hauses der Öffentlichkeit. Auch verfasste Allmayer-Beck eine Reihe bedeutender Werke zur österreichischen Armee und wirkte an zahlreichen maßgeblichen Publikationen zur Geschichte Österreichs mit. Als Allmayer-Beck 1983 in Pension ging, hatte er, dem neben der Wissenschaft immer das Musische am Herzen lag, auch einen Platz in der österreichischen Literatur: Alexander Lernet-Holenia wie Ingeborg Bachmann zeichneten seine unverwechselbare Persönlichkeit in ihren Werken nach.

Werke#

  • "Ministerpräsident Baron Beck. Ein Staatsmann des alten Osterreich" (1956)
  • "Spectrum Austriae" (Hrsg. 1957)
  • "Imago Austriae" (Hrsg. 1963)
  • "Die k. (u.) k. Armee 1848-1914" (1974)
  • "Die kaiserlichen Kriegsvölker von Maximilian I. bis Prinz Eugen 1479-1718" (1978)
  • "Das Heer unter dem Doppeladler. Habsburgs Armeen 1718-1848" (1982)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992