Bielka, Erich#


* 12. 5. 1908, Wien

† 1. 9. 1992, Bad Aussee


Diplomat


Der Sohn eines Versicherungsbeamten absolvierte zunächst die Konsularakademie und begann hierauf an der Universität Wien ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften (Dr. iuris: 1931). Am Institut des Hautes Etudes Internationales in Paris setzte er seine Studien fort. 1935 trat er in den diplomatischen Dienst ein. Beim Anschluss 1938 war er dem Generalkonsulat in München zugeteilt. Er wurde sofort verhaftet und war in der Folge in Dachau und Wien inhaftiert. 1945 kehrte er in den diplomatischen Dienst zurück. 1946-1947 leitete er die österreichische politische Vertretung in Bern, 1947-1948 vertrat er Osterreich als Geschäftsträger in Kairo, 1952-1958 war er Gesandter, später Botschafter in Ankara und gleichzeitig im Iran und in Afghanistan österreichischer Missionschef. 1958 wurde er im Außenministerium zum Leiter der wirtschaftspolitischen Sektion bestellt. In dieser Zeit war er maßgeblich an der Ausarbeitung des EFTA-Vertrages beteiligt. 1962 erfolgte seine Bestellung zum Generalsekretär am Ballhausplatz. 1967-1972 wirkte er wieder in Bern, 1972-1974 leitete er die österreichische Botschaft in Paris. Als Höhepunkt seiner Laufbahn wurde Bielka im Juni 1974 zum Außenminister ernannt, er blieb bis 1976 im Amt.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992