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Braunsteiner, Herbert#


* 10. 3. 1923, Wien


Internist


Als Medizinstudent reiste Braunsteiner 1945 im Auftrag der eben gegründeten ÖVP in die österreichischen Bundesländer und nahm Kontakt mit jenen Politikern auf, die die Ideen der Partei auf Landesebene vertreten sollten. Dann wandte er sich der Wissenschaft zu. 1948 zum Dr. med. promoviert, wirkte Braunsteiner zwei Jahre am Krebsinstitut in Paris, wo er sich der Erforschung der weißen Blutzellen widmete. Weitere Forschungsjahre am Sloan Kettering in New York folgten. Braunsteiner war der erste Forscher, der Blutzellen unter dem Elektronenmikroskop untersuchte. Seit 1964 wirkt Braunsteiner als Vorstand der Innsbrucker Klinik für Innere Medizin, wo er ein hämatologisches Forschungszentrum errichtete. Dank seiner Pionierleistungen auf medizinischem Gebiet - bereits 1983 wurden an seiner Klinik Knochenmarkstransplantationen durchgeführt - ist Braunsteiner Mitglied zahlreicher in- und ausländischer Akademien und medizinischer Gesellschaften.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992