Demus, Otto#


* 4. 11. 1902, Harland (Niederösterreich)

† 17. 11. 1990, Wien


Kunsthistoriker


Der Sohn eines Arztes studierte unter großen Entbehrungen in Wien als Werkstudent und wurde 1928 zum Dr. phil. promoviert. 1929-1939 wirkte er als Landeskonservator für Kärnten und als Kustos in Wien. 1939 entschloss er sich zur Emigration nach England, wo er am Courtold und am Warburg Institut in London tätig war. Schon sehr früh galt sein Hauptinteresse der byzantinischen Kunst, vor allem den Mosaiken in Venedigs Basilika San Marco. 1945 kehrte er nach Österreich zurück und war 1946-1964 Präsident des Bundesdenkmalamtes. Demus trug wesentlich zum Wiederaufbau und zur Konzeption der Denkmalpflege im Österreich der Nachkriegszeit bei. 1963-1973 lehrte er auch an der Wiener Universität. Er war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften und wiederholt Gastprofessor im Ausland.

Werke#

  • "Romanische Wandmalerei" (1968)
  • "The Mosaics of San Marco in Venice" (1984)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992