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Flesch-Brunningen, Hans #

(auch: Vincent Brun)


* 5. 2. 1895, Brno/Brünn (Mähren)

† 1. 8. 1981, Bad Ischl (Oberösterreich)


Schriftsteller


Flesch-Brunningen wuchs in Abbazia und Wien auf. Nach seinem Jusstudium (Promotion: 1919) arbeitete er als Bankangestellter und in einer Wiener Rechtsanwaltskanzlei. Nach Aufenthalten in Italien und Berlin ging er 1933 über Holland nach England in die Emigration. 1958 kehrte er nach Österreich zurück. Flesch-Brunningen schrieb expressionistische Erzählungen ("Bürger Narr", 1920) und wandte sich dann historischen Stoffen zu ("Die Herzogin von Ragusa", 1935, "Alkibiades", 1936). Die düsteren Exiljahre schilderte er in seinem Roman "Perlen und schwarze Tränen" (1948). Er war auch als Übersetzer tätig, schrieb Hörspiele und gab 1967 den Band "Die letzten Habsburger in Augenzeugenberichten" heraus. Seine Lebenserinnerungen erschienen 1988 unter dem Titel "Die verführte Zeit". Seit 1972 war er mit der Schriftstellerin Hilde Spiel verheiratet.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992