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Fritsch, Gerhard#


* 28. 3. 1924, Wien

† 22. 3. 1969, Wien (Selbstmord)


Lyriker und Erzähler

Gerhard Fritsch
Gerhard Fritsch
© Imagno / Foto Franz Hubmann

Der Sohn eines Mathematikprofessors studierte nach dem 2. Weltkrieg Geschichte und Germanistik, war dann als Verlagslektor und 1951-1959 im Bibliotheksdienst tätig. Er galt als eine der großen Begabungen der österreichischen Nachkriegsliteratur. Fritsch wurde zuerst als Lyriker bekannt; unter dem Eindruck der Kriegserlebnisse entstanden u. a. "Zwischen Kirkenes und Bari" (1952) und "Lehm und Gestalt" (1954). 1956 erschien sein Roman "Moos auf den Steinen", 1967 "Fasching", eine wenig erfolgreiche Satire auf den unterschwelligen Antisemitismus und den Faschismus in Österreich. Er war Mitherausgeber der Zeitschriften "Wort in der Zeit" (bis 1965), "Literatur und Kritik" und "Protokolle". Er schrieb auch Hörspiele und übersetzte W. H. Auden und Miroslav Krleza.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992