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Fussenegger, Gertrud #

(eigentlich Gertrud Dietz)


* 8. 5. 1912, Plzen/Pilsen (Böhmen)

† 19. 3. 2009, Linz


Schriftstellerin


Die Tochter eines k. u. k. Offiziers wuchs in Böhmen auf und übersiedelte 1921 mit ihrer Familie nach Telfs in Tirol. Nach dem Tod der Mutter kehrte sie nach Pilsen zurück, maturierte dort und studierte ab 1930 in Innsbruck und München Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie (Promotion: 1934). Seit 1961 lebt sie in Leonding (Oberösterreich). Fussenegger trat 1935 mit dem Roman "Geschlecht im Advent" an die Öffentlichkeit, dem die "Mohrenlegende" folgte. Sie schrieb in der Folge eine große Anzahl von Romanen, darunter "Das Haus der dunklen Krüge" (1951) und "Das verschüttete Antlitz" (1957), in denen sie in realistischer Erzähltradition formstreng menschliche Grundprobleme wie Schicksal, Schuld und Leid vor dem Hintergrund ihrer böhmischen Heimat darstellt. Im Alterswerk griff die katholisch geprägte Autorin religiöse Motive auf. Sie schrieb auch Erzählungen, Novellen, Essays und Lyrik.

Weitere Werke#

  • "Die Pulvermühle" (Roman, 1968)
  • "Ein Spiegelbild mit Feuersäule" (Autobiographie, 1979)
  • "Nur ein Regenbogen" (Erzählungen, 1987), "Herrscherinnen" (1991)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992