Hakel, Hermann#


* 12. 8. 1911, Wien

† 24. 12. 1987, Wien


Schriftsteller und Übersetzer


Hakel wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Er studierte Kunstgeschichte, entschloss sich dann aber noch vor dem Studienabschluss, als freier Schriftsteller zu leben. 1935-1937 edierte er als Lektor des Anzengruber-Verlages die Reihe "Neue Dichtung". Von den Nationalsozialisten als Jude verfolgt, verbrachte er 1940-1944 in italienischen Internierungslagern und emigrierte im März 1945 nach Palästina. 1948 kam er nach Wien zurück. In der Folge widmete er sich besonders der Förderung junger Schriftsteller, die in seiner Zeitschrift "Lynkeus" (1948-1951 und 1979-1986) ein Publikationsorgan fanden. Ingeborg Bachmann, Gerhard Fritsch, Marlen Haushofer, Jeannie Ebner u. a. veröffentlichten hier ihre ersten Texte. Hakel selbst trat zuerst mit dem Gedichtband "Ein Kunstkalender in Gedichten" (1936) hervor, später erschienen u.a. "Hier und dort" (1955), "Wirkliches. Geträumtes." (1986); er gab auch Viennensia heraus, so "Wien von A-Z" (1953) und "Wigl Wogl" (1963).

Literatur#

  • G. Amanshauser (Hg.): "Hermann Hakel: Dürre Äste - welkes Gras. Begegnungen mit Literaten, Bemerkungen zur Literatur" (1991)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992