Heiller, Anton#


* 15. 9. 1923, Wien

† 25. 3. 1979, Wien


Organist und Komponist


Heiller studierte in Wien Klavier, Orgel und Komposition und machte sich als Organist mit der Interpretation der Werke Bachs früh einen Namen. 1945 übernahm er eine Orgelklasse an der Wiener Musikakademie, 1971 wurde er dort Professor für Komposition. Danach war er auch als Dirigent tätig. Eine Persönlichkeit von barocker Breite, hat Heiller das Wiener Musikleben nach 1945 entscheidend mitgestaltet. Er war ein hervorragender Repräsentant der geistlichen Chormusik der Gegenwart, der kirchliche Traditionen neu belebte (Gregorianik) und sich mit dem Geist der Liturgie schöpferisch auseinandersetzte. Als Komponist verband er die traditionelle tonale Aussage mit einer undogmatischen Zwölftontechnik.

Werke#

  • 10 Messen, Oratorien und Kantaten (u. a. "Francois Villon", "In principio erat verbum", "Te Deum", "Stabat mater" und Psalmenvertonungen)
  • Motetten, Orgelwerke, Lieder und Gesänge, Konzert für Orgel und Orchester


© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992