Hollein, Hans#


* 30. 3. 1934, Wien


Architekt

Hans Hollein
Hans Hollein
© Imagno / Foto Franz Hubmann
Hollein stammt aus einer Familie von Berg- und Hüttenleuten. Er studierte zunächst in Wien an der Akademie der Bildenden Künste, wo er das Staatsexamen ablegte. Er ging in die USA (Universitäten von Illinois und Berkeley) und machte 1960 den Master of Architecture. Nach Wien zurückgekehrt, erregte Hollein mit seiner Gestaltung des Kerzengeschäfts Retti am Wiener Kohlmarkt weltweit Aufsehen. Es folgten zwei weitere Geschäftsportale in unmittelbarer Nähe, sowie die Gestaltung von Großausstellungen, wie "Traum und Wirklichkeit. Wien 1870-1930" (1985), die äußerst erfolgreich war. Trotzdem blieb zunächst die eigentliche kommerzielle Anerkennung des Architekten und Designers daheim aus. Große Bauaufträge kamen hingegen aus dem Ausland. Sein Bau des Städtischen Museums in Mönchengladbach (1982) machte ihn zum internationalen Toparchitekten. 1990 wurde schließlich in Wien sein luxuriöses Haas-Haus am Stephansplatz eröffnet, das in seinem weitläufigen Postmodernismus für heiße Diskussionen sorgte. In Bregenz begann Hollein 1987 mit dem Bau einer Versicherungszentrale.

Weitere Bauten#

  • Richard Feigen Gallery in New York (1969),
  • Österreichisches Verkehrsbüro (1978),
  • Museum Moderner Kunst Frankfurt (1991).



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992