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Kastelic, Jakob#


* 4. 1. 1897, Wien

† 2. 8. 1944, Wien (hingerichtet)


Widerstandskämpfer


Nach dem Jusstudium begann Kastelic eine Berufslaufbahn als Anwalt. 1934-1938 arbeitete er auch am Aufbau des österreichischen Arbeitsdienstes mit. Er gehörte zu den Mitbegründern der Ostmärkischen Sturmscharen, eines katholischen Wehrverbands. Schon im Sommer 1938 begann er eine Widerstandsgruppe unter dem Namen "Großösterreichische Freiheitsbewegung" zu organisieren, die sich im April 1940 mit den Gruppen Karl Lederer und Karl Roman Scholz zusammenschloss und damit mehr als 1000 Mitglieder umfasste. Wenig später durch einen Spitzel der Gestapo entdeckt, wurden Hunderte verhaftet. Kastelic kam ebenfalls in Haft und wurde nach Jahren im Gefängnis zum Tode verurteilt. Nach der Befreiung 1945 fand man seinen Leichnam im Gerichtsmedizinischen Institut.

Literatur#

  • O. Molden, Der Ruf des Gewissens (1958)
  • R. Luza, Der Widerstand in Österreich 1938-1945 (1983)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992