Klenner, Fritz#


* 13. 8. 1906, Wien

† 29. 12. 1997, Wien


Journalist und Gewerkschaftsfunktionär


Der Sohn eines Postbeamten trat nach der Matura in eine Bank ein. Er war schon früh in der sozialdemokratischen Gewerkschaftsbewegung aktiv und arbeitete auch in der Illegalität im Ständestaat weiter. Nach dem 2. Weltkrieg trat er sofort dem Gewerkschaftsbund bei. 1956-1959 war er stellvertretender Generalsekretär des ÖGB, bis 1959 leitete er auch das Pressereferat des ÖGB. 1958 errang er ein Nationalratsmandat, das er bis 1961 innehatte. 1963-1972 war er Generaldirektor und 1972-1981 Vorsitzender des Aufsichtsrats der BAWAG. Er verfasste eine Reihe von Werken zur Geschichte der Gewerkschaften.

Werke#

  • "Putschversuch - oder nicht?" (1951)
  • "Die österreichischen Gewerkschaften" (3 Bde., 1953)
  • "Das große Unbehagen" (1960)
  • "Ewige Freiheit" (1963)
  • "Umdenken tut not!" (1966)
  • "Eine Renaissance Mitteleuropas" (1978)
  • "Flucht in die Niederlage" (1984)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992