Lauda, Niki #

(Nikolaus)


* 22. 2. 1949, Wien


Autorennfahrer, Flugunternehmer


Der Sohn einer wohlhabenden Familie interessierte sich sehr früh für den Motorsport. Er errang 1968 seinen ersten Sieg in einem Bergrennen. Seit 1970 Profifahrer, verlief seine Rennfahrerkarriere trotz eines schweren Unfalls 1976 beim Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring äußerst erfolgreich. Mut zum Risiko und harte Trainingsarbeit machten ihn dreimal zum Formel-I-Weltmeister: 1975 und 1977 auf Ferrari, 1984 auf MacLaren. Insgesamt errang er 1971-1984 bei 171 Grand-Prix-Starts 25 Siege. 1984 nahm Lauda Abschied vom Rennsport und widmete sich ganz seiner Fluggesellschaft Lauda-Air, die er schon 1979 gegründet hatte. 1986 konnte er seine erste Boeing 737 in Betrieb nehmen, 1988 erhielt er die Linienkonzession und begann mit den Langstreckenflügen in den Fernen Osten. 1991 traf sein Unternehmen ein schwerer Schlag, als eine Boeing 767 bei Bangkok abstürzte und sämtliche 223 Insassen ums Leben kamen.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992