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Liebitzky, Emil#


* 5. 10. 1892, Dux (Böhmen)

† 12. 4. 1961, Wien


Berufsoffizier und Militärdiplomat


Nach Absolvierung der Technischen Militärakademie in Mödling wurde Liebitzky 1913 Leutnant. Im 1. Weltkrieg wurde er als Offizier mehrfach ausgezeichnet und fand in den letzten Kriegsmonaten im Generalstab Verwendung. Nach 1918 blieb er beim Bundesheer und studierte daneben Staatswissenschaften. 1930 wurde er Erster Adjutant von Heeresminister Carl Vaugoin, 1933-1938 Militärattache in Rom, wo er mit Mussolini eine äußerst gute Gesprächsbasis fand. Der italienische Diktator gab des öfteren wichtige Mitteilungen betreffend Österreich eher an Liebitzky denn an den österreichischen Botschafter weiter. Nach 1938 schied Liebitzky aus dem Dienst. 1955 berief man ihn zum Leiter des Amtes für Landesverteidigung, wo er sich als Organisator des neuen Bundesheeres große Verdienste erwarb.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992