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Mark, Hermann Franz#


* 3. 5. 1895, Wien

† 6. 4. 1992, Austin (Texas)


Chemiker


Mark studierte in Wien Chemie und Physik (Promotion: 1921). Nach Forschungs- und Lehrtätigkeiten in Deutschland floh der Sohn einer jüdischen Familie 1932 erstmals vor Hitler. In Wien lehrte er 1932-1938 als Professor an der Universität Chemie. 1938 erneut vertrieben, emigrierte er über die Schweiz nach Kanada und schließlich nach New York, wo er am Politechnic Institute (Brooklyn) unterrichtete und das Polymer-Institut begründete, dem er als Direktorvorstand. Durch die Erfindung der Polymerisation, einer Verbindung von gleichartigen Molekülen zu Polymeren (= kettenartige Riesenmoleküle), schuf Mark die Voraussetzungen für die Herstellung von Plastik und Kunstfasern. Als Pionier der Kunststofftechnologie war er nach dem 2. Weltkrieg auch vielfach für österreichische Unternehmungen tätig; der Forscher stand zudem bis zuletzt in engem Kontakt zu österreichischen Universitäten und zur Österreichischen Akademie der Wissenschaften.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992