Mark, Karl#


* 1. 8. 1900, Wien

† 21. Jänner 1991, Wien


Politiker


Die Ermordung Josef Schuhmeiers durch den Bruder Leopold Kunschaks im Jahr 1913 wurde für Mark das auslösende Moment, sich der sozialdemokratischen Bewegung zuzuwenden. In seinem Döblinger Heimatbezirk übernahm er verschiedene Parteifunktionen, die er bis zu seinem Tod innehatte. Sowohl in der Ständestaat- als auch in der NS-Ära verfolgt und verhaftet, wurde er 1945 als erster politischer Funktionär von den Sowjets als Bürgermeister von Döbling eingesetzt. 1945-1966 bekleidete er ein Mandat im Nationalrat, wo er sich besonders für Unterrichts- und Justizfragen einsetzte. Mark war auch Mitglied des Parteivorstands und Europaratsabgeordneter. 1990 erschienen seine Erinnerungen unter dem Titel "75 Jahre Roter Hund".



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992