Mell, Max#


* 10. 11. 1882, Maribor/Marburg (Slowenien)

† 13. 12. 1971, Wien


Lyriker, Erzähler und Dramatiker


Mell wuchs in Wien auf und studierte hier Germanistik und Kunstgeschichte (Promotion: 1905). Nach Teilnahme am 1. Weltkrieg widmete er sich dem Schreiben. Sein umfangreiches Werk umfasst Lyrik ("Das bekränzte Jahr", 1911), Prosawerke (u. a. "Das Donauweibchen", 1938), Mysterienspiele ("Das Apostelspiel", 1922, "Das Nachfolge-Christi-Spiel", 1927) und Dramen mit historisch-mystischem Hintergrund ("Die Sieben gegen Theben", 1931, "Der Nibelungen Not", 2 Teile, 1944 und 1951, und "Jeanne d'Arc", 1956). Charakteristisch für sein Werk sind die enge Bindung an seine Heimat, die christlich-humanistische Weltsicht und die Einfachheit seiner Sprache. Seine "Gesammelten Werke" erschienen 1962 in 4 Bänden.

Literatur#

Mell Dietrich/H. Kindermann, Begegnung mit Max Mell (1982).



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992