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Messensee, Jürgen#


* 29. 8. 1936, Wien


Maler und Zeichner


Messensee studierte 1955-1960 an der Akademie der bildenden Künste in Wien und stellte ab 1960 mehrfach aus. Aber erst 1987 hatte er in der Wiener Secession seine erste große Einzelausstellung, der 1990 eine Ausstellung seiner Zeichnungen in der Albertina folgte. Messensee ist ein Einzelgänger, ein genauer Beobachter der Wirklichkeit, der bei seiner Bildgestaltung nichts dem Zufall überlässt. Freilich fixiert er seine Gegenstände und Themen ganz auf seine persönliche Art. Er setzt Zeichen, löst Formen in Metaphern auf und findet ein neues Vokabular, Realität mitzuteilen. Im Zentrum seiner Thematik steht die menschliche Figur im allgemeinen und die Frau im besonderen: Sitzende, Tänzerinnen, Frauen am Strand und immer wieder Akte sind in seinen Bildern und Zeichnungen zu finden. Jahrelang beschäftigte er sich mit seinem Vorbild, dem spanischen Maler Velazquez, dessen Infantinnen er in einem Zyklus mit ungezähmter Mallust in eine neue Bildrealität übertragen hat.

Literatur#

  • Jürgen Messensee Zeichnungen (Katalog Albertina, 1990)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992