Neuberg, Erich#


* 12. 8. 1928, Wien

† 10. 1. 1967 Wien (Selbstmord)


Bühnen- und TV-Regisseur


Neuberg war einer der begabtesten und hoffnungsvollsten österreichischen Regisseure nach 1945. Er begann seine Laufbahn am "Theater am Parkring" und gründete das "Theater der 49" am Naschmarkt. Der sensible, schwermütige Regisseur erwarb sich durch eine Reihe von großartigen Inszenierungen an Wiener Bühnen einen hervorragenden Ruf, darunter Ibsens "Die Stützen der Gesellschaft" (Volkstheater), Nestroys "Eisenbahnheiraten" (Josefstadt), Horvaths "Die Unbekannte aus der Seine", O'Neills "Trauer muss Elektra tragen", Büchners "Woyzeck" (alle Akademietheater). 1956 übernahm er im ORF die Leitung der Abteilung Fernsehspiel. Er führte u. a. bei der legendären TV-Produktion "Der Herr Karl" (mit Helmut Qualtinger, 1961) Regie, kehrte aber immer wieder zum Theater zurück. Nach seinem Tod wurde vom ORF der Erich-Neuberg-Preis für Regisseure gestiftet.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992