Peichl, Gustav#


* 18. 3. 1928, Wien


Architekt und Karikaturist

Gustav Peichl
Gustav Peichl
© Privat
Der Schüler Holzmeisters (1949-1953) und Mitarbeiter Roland Rainers ist einer der meistbeschäftigten Architekten Österreichs. Seine steile Karriere begann mit der Errichtung des Österreich-Pavillons auf der New Yorker Weltausstellung 1964. 1973 wurde er Professor an der Akademie der bildenden Künste, 1987/88 war er deren Rektor. Er errichtete die Landesstudios des ORF; Bauten in Deutschland, darunter Wohnbauten in Berlin, die Phosphat-Eliminierungsanlage in Tegel, der Erweiterungsbau für das Städelmuseum in Frankfurt, folgten. 1992 wurde seine Bundeskunsthalle in Bonn fertiggestellt, wobei der Architekt gleich mit einer Werkschau geehrt wurde. In Wien gestaltete er das Kunstforum Länderbank an der Freyung und legte den Entwurf für den Bau der Probebühne des Burgtheaters im Arsenal. Der Architekt fühlt sich einer ästhetischen Funktionalität verpflichtet, ohne, wie er stets betont, ein "Postmoderner" zu sein. Unter dem Pseudonym "Ironimus" ist Peichl seit Jahren als Karikaturist für die Tageszeitung "Die Presse" und als Buchillustrator tätig. Seine Karikaturen erschienen auch in Sammelbänden.

Werke#

  • "Bauten, Projekte, Meisterschule" (Katalog, 1981)
  • "Architektur & Technik. Die Bauten des Österreichischen Rundfunks 1970-1980" (1981)
  • "Die Kunst des O. Wagner" (Hg., 1984)
  • "Architekten sind auch nur Künstler" (1989)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992