Rühm, Gerhard#


* 12. 2. 1930, Wien


Schriftsteller

Gerhard Rühm
Gerhard Rühm
© Didi Sattmann

Rühm studierte in Wien Klavier und Komposition und in Beirut orientalische Musik. Nach ausgedehnten Reisen nach Wien zurückgekehrt, gehörte er 1954-1964 der "Wiener Gruppe" an, als deren Chronist er 1967 unter dem gleichnamigen Titel die experimentellen Texte dieser Autorenvereinigung publizierte. Er lebt heute in Köln und lehrt an der Kunsthochschule in Hamburg. Neben seinen Lautgedichten, in denen er die Sprache auf ihren akustischen Kern reduzierte, und visuellen Texten veröffentlichte er Prosa und Hörspiele. Heute zeichnet er "Schriftbilder", die in Buchform erscheinen und auch ausgestellt werden. Er ist ein ausgezeichneter Interpret seiner eigenen Werke.

Werke#

  • "konstellationen" (1961)
  • "farbengedicht" (1965)
  • "daheim" (1967)
  • "rühm's Schablone für zeitungsleser" (1968)
  • "gesammelte gedichte und visuelle texte", (1970)
  • "ophelia und die Wörter, gesammelte Theaterstücke" (1972)
  • "Wahnsinn - litaneien" (1973)
  • "Albertus Magnus Angelus" (1989)
  • "Geschlechterdings" (1990)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992