Raab, Riki#


* 15. 1. 1899, Wien

† 9. 5. 1997, Wien


Balletttänzerin


1914 an die Hofoper engagiert, war Raab 1920-1932 Solotänzerin. Eine ihrer Glanzrollen war die "Puppenfee", in der sie mehr als 200mal auftrat. Aus Krankheitsgründen nahm sie 1933 ihren Bühnenabschied und unterrichtete die nächsten 20 Jahre am Wiener Lutwak-Konservatorium bzw. an der Musikakademie. Später widmete sie sich der Erforschung der Geschichte des Wiener Opernballetts, wobei sie alle Aufführungen der vorangegangenen 300 Jahre zu rekonstruieren versuchte. Daraus entstand ihr Lebenswerk "300 Jahre Opernballett in Wien", die Zeit 1631-1987 umfassend. Besonders widmete sie sich der Wiener Tänzerin des Vormärz, Fanny Elßler, über die sie zahlreiche Vorträge hielt und Publikationen veröffentlichte. Raab nimmt noch immer regen Anteil am Tanzgeschehen, wenn sie auch freimütig zugibt, eher dem klassischen Ballett denn dem Modern Dance verpflichtet zu sein. 1972 stiftete sie den Fanny-Elßler-Ring für eine besonders "wienerische" Ballerina, der nur einmal - an Edeltraut Brexner - vergeben wurde und seither im Theatermuseum in Wien aufbewahrt wird.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992