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Ransmayr, Christoph#


* 20. 3. 1954, Wels (Oberösterreich)


Schriftsteller

Christoph Ransmayr
Christoph Ransmayr
© Eastlight
Der Sohn eines Volksschullehrers wuchs in einem Dorf bei Gmunden am Traunsee auf. Er studierte in Wien Philosophie und Ethnologie. 1978-1982 war er Kulturredakteur und Mitarbeiter verschiedener Zeitschriften ("Geo", "Transatlantik", "Merian"). Seit 1982 ist er freier Schriftsteller. Ransmayr schrieb einfühlsame Reportagen (z. B. über die Staumauer Kaprun) und wurde 1984 mit seinem ersten Roman, "Die Schrecken des Eises und der Finsternis", bekannt, in dem er detailgenau und sprachgewaltig die k. u. k. Nordpolexpedition 1872-1874 beschreibt. Mit dem Roman "Die letzte Welt" (1988), in dem der Autor bilderreich, geheimnisvoll und raffiniert verschlüsselt die Suche des Protagonisten Cotta nach dem Dichter Ovid und dessen verschollenen "Metamorphosen" beschreibt und dabei doppelbödig vor den Gefahren der modernen Welt warnt, gelang ihm der Durchbruch zum schriftstellerischen Ruhm.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992