Reyer, Walter#


* 4. 9. 1922, Hall (Tirol)

† 6. 9. 1999, Innsbruck


Kammerschauspieler

Walter Reyer
Walter Reyer
© Imagno / Foto Barbara Pflaum
Reyer begann seine Karriere 1940 an der Tiroler "Exl-Bühne", ging dann 1952 an das Landestheater in Innsbruck, spielte 1952-1955 in Graz und kam 1955 nach Wien an das Theater in der Josefstadt. 1956 debütierte er am Burgtheater als König Alfons in Grillparzers "Jüdin von Toledo". Der Tiroler Charmeur mit der hohen Sprechkultur spielte in der Folge sämtliche Traumrollen vom jugendlichen Helden bis zum Charakterfach (Max Piccolomini, Karl Moor, Antonius, Helmer in "Nora"). Jahrelang war er in Salzburg als "Guter Gesell" und "Jedermann" am Domplatz zu sehen, im Landestheater als Ferdinand in Goethes "Egmont" oder als Hofreiter in Schnitzlers "Das weite Land". Als strahlender Frauenliebling war er auch im Film erfolgreich ("Sissi"-Filme, "Der Arzt von Stalingrad", "Romanze in Venedig"), An die "Burg", wo es eine Zeitlang für ihn keine Rollen gab, kehrte er 1991 als Ottokar von Horneck in Grillparzers "König Ottokars Glück und Ende" zurück.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992