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Rismondo, Piero#


* 15. 2. 1905, Triest

† 9. 2. 1989, Klagenfurt


Theaterkritiker und Kulturpublizist


Der aus einer Triestiner Familie stammende Journalist gehörte vor dem 2. Weltkrieg zu jener legendären Runde von Literaten, die einander im Wiener Cafe Herrenhof trafen. Eigentlich drei Kulturkreisen angehörend, schrieb Rismondo Essays, Feuilletons und Kulturkritiken und war vor allem als Übersetzer aus dem Italienischen tätig; Autoren wie Goldoni, Pirandello und Moravia verdanken ihm kongeniale deutsche Übertragungen. Den Schriftsteller Italo Svevo hat Rismondo überhaupt erst durch seine Übersetzungen ins Deutsche bekannt gemacht. Der "Grandseigneur des Journalismus" hinterließ auch ein dramatisches CEuvre. Nach 1945 schrieb er vornehmlich für die Zeitung "Die Presse". Seine Kritiken waren treffend, doch nie verletzend. 1979 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik.

Werke#

  • "Einfälle und Ausfälle" (1978)
  • "Leopold Rudolf" (1982)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992