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Schollum, Robert#


* 22. 8. 1913, Wien

† 30. 9. 1987, Wien


Komponist und Dirigent


Der vielseitige Komponist, der sowohl klassische wie zeitgenössische Ausdrucksmittel in sein Schaffen einbezog, war immer bemüht, Brücken zum Publikum zu schlagen. Er schuf Opern, Symphonien, kammermusikalische und Vokalwerke, darunter die 1983 uraufgeführte "Markus-Passion", Klavier- und Orgelwerke und Bühnenmusik. Außerdem war er musikschriftstellerisch und stilkritisch tätig (u. a. "Egon Wellesz", 1964, "Die Wiener Schule. Schönberg, Berg, Webern", 1969, "Das österreichische Lied des 20. Jahrhunderts", 1977). Schollum studierte in Wien Klavier, Orgel und Komposition bei Joseph Marx. Ab 1945 wirkte er in Linz als Domorganist und Städtischer Musikdirektor, 1955 begründete er die Musikalische Jugend Oberösterreichs. Ab 1959 war er Professor an der Wiener Musikhochschule und Leiter der Gesellschaft für Musikforschung. 1965-1969 leitete er den Österreichischen Komponistenbund.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992