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Schreiber, Hermann#


* 4. 5. 1920, Wiener Neustadt (Niederösterreich)


Schriftsteller


Der Sohn eines Buchhändlers studierte nach der Matura Germanistik, Philosophie und Geschichte (Promotion: 1944). Er arbeitete 1945-1947 als Verlagsleiter, dann als Redakteur und ab 1949 als Chefredakteur im französischen Informationsdienst. Wegen seiner Kritik an der französischen Indochinapolitik in seinem Roman "Sturz in der Nacht" (1951) entlassen, entschloss er sich zur freiberuflichen Schriftstellertätigkeit. Sein äußerst umfangreiches Werk umfasst Romane, Novellen, Reise- und Jugendbücher, kulturhistorische Werke und Hörspiele. Er gilt als Meister des kultivierten historischen Romans und des Sachbuchs. Schreiber ist auch als Übersetzer tätig. Auch sein jüngerer Bruder, Georg Schreiber, trat als Schriftsteller hervor; er verfasste zahlreiche Jugendbücher (u. a. "Die X. Legion", 1957) und Sachbücher mit geschichtlicher Thematik.

Werke#

  • "Kaiserwalzer" (1976)
  • "König Attila" (1983)
  • "Auf Römerstraßen durch Europa" (1985)
  • "Marie Antoinette, die unglückliche Königin" (1988)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992