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Schweiger, Heinrich#


* 23. 7. 1931, Wien

† 14. 7. 2009, Salzburg


Kammerschauspieler


Nach dem Besuch des Reinhardt-Seminars begann Schweiger 1948 seine Laufbahn am Theater in der Josefstadt, bevor er 1949 ans Burgtheater engagiert wurde. Er debütierte dort im "Hauptmann von Köpenick" in einer stummen Rolle, was ihm prompt den Spitznamen "der große Schweiger" eintrug. Aus dem "großen Schweiger" ist bald ein großer Charakterdarsteller geworden, der Rollen wie Othello, Danton, Don Carlos, Götz von Berlichingen, Richard III., Heinrich II. (in Anouilhs "Becket"), aber auch Brechts "Puntila" und Nestroy-Rollen spielte. In der Volksoper gab er im Musical "My Fair Lady" den Doolittle. Immer wieder hielt sich Schweiger auch in Deutschland auf (München, Düsseldorf, Hamburg), wo er außerdem erfolgreich Regie fühlte (z. B. "Schwejk" am Hamburger Thalia-Theater, Nestroys "Mädl aus der Vorstadt" in Düsseldorf). Bekannt wurde er auch durch Film und Fernsehen ("Das Ringstraßenpalais", "Seniorenclub"). 1992 kehrte Schweiger an die Josefstadt zurück; in der Außenstelle "Rabenhof" spielte er in "Der Tod und das Mädchen".



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992