Stricker, Toni#


* 4. 4. 1930, Wien


Komponist und Geiger


Der "pannonische" Geiger wuchs in einer musikalischen Familie mit alten Wiener Tänzen und kroatischen Liedern auf. Er erhielt mit 6 Jahren den ersten Violinunterricht. Als 16jähriger brach er das Gymnasium ab, um nach einer umfassenden Ausbildung am Konservatorium Musiker zu werden. Er unternahm 1953 mit dem Ensemble V. Auer Tourneen durch die Schweiz und Österreich, machte erste Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen und spielte dann in den Orchestern von C. de Groof, Erwin Halletz und Johannes Fehring. Bis 1974 war er Konzertmeister am Theater an der Wien. 1977 ließ sich der sensible Geiger im burgenländischen Sauerbrunn nieder. Er schrieb "Pannonische Tänze", Musik zu Filmen (u. a. "Geschichten aus dem Wiener Wald") und TV-Produktionen (z. B. "Ringstraßenpalais"), Tanzmusik und Wienerlieder und brachte zahlreiche Langspielplatten heraus (u. a. "Bekenntnisse"). Seine folkloristisch beeinflusste "pannonische" Musik wurde weithin populär.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992