Weber, Ludwig#


* 29. 7. 1899, Wien

† 9. 12. 1974, Wien


Kammersänger


Weber, der eigentlich Lehrer hatte werden wollen, war einer der letzten großen Bass-Helden der Wiener Staatsoper. Er absolvierte sein Gesangsstudium in Wien bei Alfred Boruttau, wirkte 1920-1925 an der Wiener Volksoper, dann an deutschen Opernhäusern und kehrte nach Kriegsende nach Wien zurück, wo seine Karriere ihren Höhepunkt erreichte. Er sang ab 1946 an der Staatsoper alle großen Rollen seines Faches, von Boris Godunow bis Baron Ochs, von Mozarts Osmin bis zum Färber Barak in Richard Strauss' "Die Frau ohne Schatten". Weber war auch ein geschätzter Wagner-Interpret. Sein Gurnemanz bei den Bayreuther Festspielen und sein Daland im "Fliegenden Holländer" sind legendär geworden. Er war auch als Oratorien- und Liedsänger sehr geschätzt. Ab 1961 lehne er als Prof. am Salzburger Mozarteum.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992