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Zeller, Bibiana#


* 25. 11. 1928, Wien


Kammerschauspielerin


Zeller nahm nach dem Gymnasium privaten Schauspielunterricht. Sie debütierte am Theater in der Josefstadt und war dann am Berliner Theater am Kurfürstendamm und in Bonn tätig. Über Wiener Kleinkunstbühnen, wo sie durch ihre Originalität auffiel, kam sie 1972 an das Burgtheater. Die wandlungsfähige Künstlerin hat in ihrer Laufbahn zahlreiche Rollen gespielt, die Frieda in Kafkas "Schloss", die Karoline in Molnars "Die Fee", die Salome in Nestroys "Titus Feuerfuchs" ebenso wie die Mutter in Horvaths "Don Juan kommt aus dem Krieg" oder Frau Liebig in Bernhards "Heldenplatz". Bei Zeller paaren sich Lieblichkeit und Skurrilität, Tragik und Komik auf sehr persönliche Weise. Ihre Figuren sind immer rund, gestaltet mit allen Nuancen ihrer Persönlichkeit und ihres Charakters. Als "Frau Kottan" hat sie im Fernsehen bewiesen, dass sie mit ihrer Schauspielkunst auch Zugang zum breiten Publikum findet.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992