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Zeppel-Sperl, Robert#


* 19. 3. 1944, Leoben (Steiermark)


Maler


Zeppel-Sperl absolvierte das humanistische Gymnasium in Seckau und studierte anschließend an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Max Weiler. Bereits 1967 hatte er seine erste Einzelausstellung in der Galerie "Junge Generation" in Innsbruck und wurde ein Jahr später bei der Ausstellung "Wirklichkeiten" in der Wiener Secession "entdeckt". Der Künstler lebte 1969-1975 überwiegend in Venedig, seither ist er in Wien tätig. Zunächst stark von der Wiener Schule des Phantastischen Realismus beeinflusst, setzte er sich mit dem Surrealismus, mit Antes, Beckmann und Braque und mit Pop-Art auseinander und entwickelte aus diesem Stilgemenge, dem er einen Schuss Naivität und Realismus beigab, seinen persönlichen Stil. Phantasievoll, einfallsreich und spontan erzählte er in seinen farbenfrohen, üppig ornamentierten Arbeiten Geschichten voll Humor. Die übereinandergestapelten Bildertürme quellen von nackten Frauenleibern, Hexen, Ungeheuern und wunderlichen Maschinerien über. Die systematische Unordnung lädt zum Betrachten ein, beschaulich sind die Bilder allerdings nicht.



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992