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Zur Mühlen, Hermynia#


* 12. 12. 1883, Wien

† 19. 3. 1951, Radletts (England)


Schriftstellerin und Übersetzerin.

Die Tochter des Diplomaten Victor Foillot de Crenneville rebellierte bereits früh gegen ihre gräfliche Abkunft. Sie ließ sich zur Volksschullehrerin ausbilden, arbeitete in einer Buchdruckerei in Frankfurt und heiratete 1907 den baltischen Großgrundbesitzer Victor zur Mühlen, von dem sie sich nach 6 Jahren qualvoller Ehe trennte. 1914-1919 lebte sie wegen einer Lungenerkrankung in Davos (Schweiz), ging dann nach Deutschland und vollzog mit ihrem Beitritt zur KPD den endgültigen Bruch mit ihrer Vergangenheit. Sie veröffentlichte politisch engagierte Romane, Erzählungen ("Schupomann Karl Müller", 1924, trug ihr einen Hochverratsprozess ein), Hörspiele, Kurzgeschichten und Feuilletons und übersetzte aus dem Russischen, Englischen und Französischen. 1933-1938 lebte sie in Wien und emigrierte dann mit ihrem zweiten Ehemann Stefan Isidor Klein über Bratislava nach England.

Weitere Werke#

  • "Der rote Heiland" (1924)
  • "Fahrt ins Licht" (Autobiographie, 1936)
  • "Unsere Töchter die Nazinen" (1938)



© "Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992