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Augustwies - Alm Steiermark, Altaussee #

Ausgangspunkt ist Altaussee, von wo aus wir den 2 1/2 stdg. Aufstieg zur Alm beginnen. Zuerst geht es auf romantischem Weg den See entlang bis an sein Nordende, wo der markierte Pfad, durch Hochwald aufwärts, seinen Anfang nimmt. An der Hütte der kleinen Stummer-Alm vorbei, erreichen wir schließlich in schrofigem Gelände den Hochklapfsattel (1.498 m), steigen dort kurz ab und kommen dann in die Grünkarst-Plateaulandschaft des Toten Gebirges mit oft beträchtlichen Weideflächen. - Nun ist es nicht mehr weit zu den mehr als zehn Hütten der Augstwies-Alm (1.415 m), alle im klassischen Ausseer Stil erbaut, mit kleinem Stall unten und Wohnraum der „Almdirn" oben. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es hier wie in den vielen anderen Almhüttendörfern des Toten Gebirges ein reges Almleben mit Sänger-, Gstanzl- und Jodlerwettstreit der Almleute. Mit Wehmut muß man heute feststellen, daß diese Zeiten unwiederbringlich vorbei sind.
12 Bauern aus Aussee besitzen hier oben ihre Servitutsweiderechte von den Bundesforsten, und es werden derzeit jährlich an die 65 Mutterkühe und Galtrinder zwischen Mitte Juni und Mitte September aufgetrieben.

Wandervorschlag:
1) In 1/2 Std. zum A. Appelhaus (1.638 m).
2) In einer 3/4 Std. zur Wildensee-Alm (1.525 m) und in einer weiteren 1/2 Std. zum Wildensee (1.535 m).

Karte: ÖK Blatt 96, 97.




Bilder und Text stammen aus dem Buch: "Die schönsten Almen Österreichs: Brauchtum & Natur - Erwandert und erlebt", H. und W. Senft, Leopold Stocker Verlag, 2009.