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Wichtige Bücher über die Zeit von 1933-1938#

Florian Wenninger/Lucile Dreidemy: Einleitung #

Bild 'Dreidemy'
Das Dollfuß/Schuschnigg-Regime 1933-1938: Vermessung eines Forschungsfeldes,
Böhlau, Wien, 2013, € 39.-

I. PARTEIENGESCHICHTE#

  • Paul Dvorak: Die Geschichte der österreichischen Sozialdemokratie 1930-1938. Ein Forschungsüberblick
  • Manfred Mugrauer: Die KPÖ im Kampf gegen die austrofaschistische Diktatur
  • Johannes Thaler: Legitimismus. Ein unterschätzter Baustein des autoritären Österreich
  • Christian Klösch: Zerrieben zwischen Nationalsozialismus und Austrofaschismus.Landbund und Großdeutsche Volkspartei und das Ende der deutschnationalen Mittelparteien am Beispiel von Franz Winkler und Viktor Mittermann
  • Hans Schafranek: Österreichische Nationalsozialisten in der Illegalität 1933-1938.Ein Forschungsbericht

II DAS KATHOLISCHE MILIEU#

  • Georg-Hans Schmit: „Im Namen Gottes, des Allmächtigen": christlich - deutsch -berufsständisch. Ausgewählte Aspekte über den Stand und die Perspektiven der Forschung über das christlichsoziale Lager in den Jahren 1929 bis 1938
  • Katharina Ebner: Politische Katholizismen in Österreich 1933-1938. Aspekte und Desiderate der Forschungslage
  • Gerhard Hartmann: Eliten im „Ständestaat". Versuche einer Einordnung

III. WIRTSCHAFTS- UND INTERESSENPOLITIK #

  • Gerhard Senft: Neues vom „Ständestaat"? Anmerkungen zur Wirtschaftspolitik im Austrofaschismus
  • Brigitte Pellar: Kampf um „die Arbeiterschaft". Forschungsstand und offene Forschungsfelder zu Politik und Ideologie von Regierungslager und illegaler Opposition 1933-1938
  • Stefan Eminger: Politik und Wirtschaft. Die österreichischen Handelskammern 1930-1938
  • Wolfgang Meixner: Wirtschaftstreibende, Bankiers und wirtschaftliche Interessenverbände 1930-1938
  • Ernst Langthaler: Ein brachliegendes Feld. Forschungen zur Agrargeschichte Österreichs in den 1930er-Jahren

IV. POLITIK UND GESELLSCHAFT#

  • Gabriella Hauch: Vom Androzentrismus in der Geschichtsschreibung. Geschlecht und Politik im autoritären christlichen Ständestaat/„Austrofaschismus" (1933/34-1938)
  • Julie Thorpe: Education and the Austrofascist State
  • Thomas Pammer: Austrofaschismus und Jugend: gescheiterte Beziehung und lohnendes Forschungsfeld?

V. RECHTS- UND VERWALTUNGSGESCHICHTE#

  • Gertrude Enderle-Burcel/Alexandra Neubauer-Czettl: Staat im Umbruch. Forschungslücken zur Geschichte Österreichs der Jahre 1933 bis 1938
  • Ilse Reiter-Zatloukal: Verwaltungs- und justizgeschichtliche. Forschungsdesiderate 1933-1938
  • Hannes Leidinger/ Verena Moritz: Das Kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz (KWEG) vor dem Hintergrund der österreichischen Verfassungsentwicklung
  • Maren Seliger: Forschungsdefizite auf Wiener Regionalebene 1933-1938

VI. MILITÄRGESCHICHTE#

  • Florian Wenninger: Dimensionen organisierter Gewalt

VII. AUSSENPOLITIK#

  • Dieter A. Binder: „Austrofaschismus" und Außenpolitik. Die zu kurz geratene Diskussion
  • Helmut Wohnout: Bundeskanzler Dollfuß und die österreichisch-italienischen Beziehungen 1932-1934

  • Autorinnen und Autoren

Emmerich Tálos (Herausgeber), Wolfgang Neugebauer (Herausgeber)#

Austrofaschismus. Politik - Ökonomie - Kultur 1933-1938 Lit-Verlag, Wien, 2012 19,90

I. Konstituierung - Selbstverständnis - Akteure
Bild 'Talos'
#

  • Zum Konstituierungsprozeß des Austrofaschismus - Emmerich Tälos / Walter Manoschek
  • Austrofaschistische "Österreich"-Ideologie - Anton Staudinger
  • Antisemitismus 1933 -1938 - Angelika Königseder
  • Der Politische Katholizismus als ideologischer Träger des 'Austrofaschismus" - Ernst Hanisch
  • Christliche Arbeiterbewegung und Austrofaschismus - Anton Pelinka
  • Nationalsozialisten in Österreich 1933 -1938 - Winfried R. Garscha

II. Politische Struktur - Verfassungsordnung - politische Wirklichkeit #

  • Aspekte der politischen Struktur des Austrofaschismus - Emmerich Tälos / Walter Manoschek
  • Führerprinzip und berufsständische Vertretung auf kommunaler Ebene? - Maren Seliger

III. Politische Gestaltung - wirtschaftliche und soziale Realität#

  • Anpassung durch Kontraktion. - Gerhard Senft
  • Die Finanzdiktatur - Siegfried Mattl
  • Sozialpolitik im Austrofaschismus - Emmerich Tälos
  • Fürsorgepolitik(en) - Gerhard Melinz
  • Der "Christliche Ständestaat" als Männerstaat? - Irene Bandhauer-Schöffmann
  • "Austrofaschismus" und Schule - Herbert Dachs
  • Repressionsapparat und -maßnahmen 1933 -1938 - Wolfgang Neugebauer
  • Austrofaschistische Außenpolitik - ihre Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen - Karl Stuhlpfarrer
  • "Ein Toter führt uns an!" - Alfred Pfoser / Gerhard Renner
  • Umgang mit "Schädlingen" und "schädlichen Auswüchsen" - Wolfgang Duchkowitsch
Turnen und Sport im Austrofaschismus (1934-1938) - Matthias Marschik

IV. Resümee#

  • Das austrofaschistische Herrschaftssystem - Emmerich Tälos
  • Zeittafel 1929-1938
  • Personenregister
  • Autorinnen
  • Fotonachweis

Talos, Emmerich#

Bild 'Austrofaschismus'
Das austrofaschistische Herrschaftssystem Österreich 1933-1938.
(Politik und Zeitgeschichte, Band 8). 2. Aufl. Münster: LIT Vlg. 2013. 632 Seiten, EUR 34,90

Analysiert werden: Konstituierungsprozess, ideologisches Selbstverständnis, die politischen Strukturen, zentrale Akteure, die Um- und Neugestaltung der wesentlichen Politikfelder, die politische Stimmungslage, die folgenreichen Beziehungen zu Italien und Deutschland.


Dreidemy, Lucile, #

Bild 'Dollfuss_Mythos'
Der Dollfuß-Mythos - Eine Biographie des Posthumen, Böhlau, Wien 1914
"Möge sein Bildnis bleiben heute und immerdar im Herzen Österreichs!“ erhoffte sich Kurt Schuschnigg nach dem gewaltsamen Tod seines Vorgängers Engelbert Dollfuß im Juli 1934. 80 Jahre später nimmt Dollfuß in der Tat weiterhin einen besonderen, wenngleich stets umstrittenen Platz in Österreichs kulturellem Gedächtnis ein. Lucile Dreidemy begibt sich auf eine Spurensuche nach dem mythischen Nachleben jenes Mannes, der 1933/34 schrittweise die österreichische Demokratie beseitigte und seitdem das österreichische Geschichtsbewusstsein spaltet. Gestützt auf Theorien und Methoden der Mythen- und Biographieforschung sowie der Diskursanalyse untersucht die Autorin die Entstehung und Entwicklung des Dollfuß-Mythos im Laufe der letzten 80 Jahre, analysiert dessen verschiedene mediale Ausdrucksformen und fragt nach den Akteuren der Mythenbildung sowie deren politischen Interessen.


Kriechbaumer, Robert (Hg.)#

Bild 'VF'
Österreich! und Front Heil!
Aus den Akten des Generalsekretariats der Vaterländischen Front.
(Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, 23).
Wien: Böhlau 2005. 436 S.


Die im Mai 1933 von Engelbert Dollfuß ins Leben gerufene "Vaterländische Front" diente zunächst als Plattform für all diejenigen, die sich zum Regierungskurs bekannten, der nicht nur das Bekenntnis zur Selbstständigkeit Österreichs, sondern auch "zur Überwindung des Parteienstaates" einschloss. Am Ende des autoritären Transformationsprozesses 1933/ 34 fungierte sie als De-facto-Staatspartei, die auch an die Stelle der die Regierung Dollfuß unterstützenden Koalitionsparteien des Jahres 1933 getreten war. Ihre Implementierung von oben und ihre politische Monopolstellung bewirkte eine starke Zunahme ihrer Mitglieder, vor allem im öffentlichen Dienst, die schließlich Anfang des Jahres 1938 die drei-Millionen-Grenze erreichte. Diese imponierenden Zahlen korrespondierten jedoch nicht mit der politischen Wirklichkeit. Die doppelte Frontstellung gegen die Sozialdemokratie und den Nationalsozialismus verhinderte die Bildung einer notwendigen breiten Basis im Kampf gegen den immer bedrohlicher werdenden Nationalsozialismus. Der Band enthält ausgewählte Aktenbestände des Generalsekretariats der Vaterländischen Front, die sich im Zentralen Kriegsarchiv der Russischen Föderation in Moskau befinden. Sie ermöglichen einen Blick aus die Lebenswirklichkeiten im Österreich der Jahre 1933-1938 und hinter die Kulissen der offiziellen Propaganda.


Helmut Wohnout #

Bild 'Staende'
Regierungsdiktatur oder Ständeparlament?
Gesetzgebung im autoritären Österreich (Studien zu Politik und Verwaltung) 1998

Sheperd, Gordon#

Engelbert Dollfuss, Graz/Wien, Styria, 1961.

Andics, Hellmut:#

50 Jahre unseres Lebens. Österreichs Schicksal seit 1918.
Wien: Molden 1968. 740 S. mit 520 SW-Fotos auf Tafeln.

Portisch, Hugo / Riff, Sepp#

Österreich I - Die unterschätzte Republik
Kremayr & Scheriau 1989, 575 Seiten mit zahlreichen Abbildungen