Pressegger See

Pressegger See#

Presseggersee

Westlich von Villach, zwischen den Gailtaler Alpen und der Karnischen Hauptkette erstreckt sich das Gailtal, nach dem Drautal das zweitlängste Tal Kärntens. Nahe dem Gailtaler Hauptort Hermagor liegt der Pressegger See. Der See hat im Westen und Osten ausgedehnten Verlandungszonen, die nicht nur zahlreichen Vogelarten Unterkunft bieten, sondern auch für den Botaniker interessant sind. Im Verlandungsgebiet findet man Schilf- und Seerosenbestände aber auch die Teichbinse und die Gelbe Teichrose. Im etwas trockeneren Bereich sind es Steifseggen- und Kopfbinsenrasen. Durch die geringe Tiefe findet sich auch eine besonders ausgeprägte Unterwasservegetation. Der See erreicht in heißen Sommern eine Badetemperatur von bis zu 28 Grad und bietet an vielen Stellen die Möglichkeit zu schwimmen.

Wandervorschlag#

Rundwanderung um den Presseggersee: Ausgangspunkt ist die Ortschaft „Pressegger See“ am Nordufer. Von dort geht man zuerst ca. 500 Meter auf der alten Bundesstraße in westliche Richtung. Bei der Ortstafel biegt man linkerhand ab (Wegweiser „See-Rundweg“) und gelangt auf einem aufgeschütteten Weg mitten in den breiten Schilfgürtel, der ein biologisch bedeutender Brutraum für verschiedenste Vogelarten ist. Am Südufer geht es über Wiesen nahe der Ortschaft Paßriach entlang des Sees. Der Rückweg an der Ostseite führt wieder durch einen ausgedehnten Schilfbestand. Gesamtgehzeit 1 Std.

Landkarte: F&B Nr. 232

Steckbrief#

Länge 1 Kilometer, Breite 600 Meter, Tiefe 14 Meter, Fläche 0,55 km², Seehöhe 570 Meter
12 verschiedene Fischarten (hauptsächlich Karpfen, Schleie und Hecht, daneben aber auch Aitel, Güster, Laube, Rotfeder, Aalrutte, Barsch, Zander und Wels).

Tauchsport: Bei Tauchern wegen seiner Wärme, guten Sicht sowie der reichen Flora und Fauna sehr beliebt. Die Sichttiefe liegt im Durchschnitt bei 6 Metern. Die besten Tauchzeiten sind Frühjahr und Herbst. Im Sommer wegen der Algenblüte (Grünalgen, Panzeralgen) schlechtere Sichtbedingungen. Neben Seerose und Gelber Teichrose finden sich Tausendblatt, verschiedene Laichkrautarten und Armleuchteralge. Der helle See bietet sich für die Unterwasserfotografie besonders an. Einstiegsmöglichkeiten finden sich bei allen Stradbädern.

Information: Tourismusinformation Hermagor, Gösseringlände 7, A-9620 Hermagor, Telefon: (04282) 2043, Fax: (04282) 204350, E-Mail: info@hermagor.at, Internet: www.hermagor.com


© Bild und Text Hilde und Willi Senft