Almsee #

Almsee
Rund 30 Kilometer südöstlich von Gmunden (Anfahrt über Grünau im Almtal und den Cumberland-Wildpark)) liegt der glasklare Almsee, ein landschaftliches Kleinod vor der Kulisse wilder Felsberge. Trotz seiner Stille wirkt der See eigenartig dramatisch, denn über ihm stehen die weißen Felsfluchten des Zehner-, Elfer- und Zwölferkogels – der „Almtaler Sonnenuhr“, deren Sonnenstand über den Berggipfeln den Bauern früher die Uhrzeit anzeigte. Daneben die weiteren wilden Felszacken von Predigtstuhl, Rotgschirr, Pulverhörndl und Hochplattenkogel.

Am Ostufer wechseln Auwälder, Hochmoore und Schilfbuchten einander ab. Dazwischen liegen Felssturzblöcke und Quellen sprudeln aus dem Boden. Im Schilf nisten Wildenten, Blässhühner und Graugänse. Hier hat der berühmte Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz gewirkt und seine interessanten Experimente mit den Graugänsen durchgeführt. Die Graugänse sind nicht scheu und kommen ganz nah an das Ufer heran.

Die Kuriosität des Almsees ist seine „Schwimmende Insel“. Sie hat sich schon vor vielen Jahren bei einer Hebung des Seespiegels vom moorigen Ufer abgelöst. Auf ihrer meterdicken Humusunterlage gibt es sogar einen Baumbestand und sie segelt mit dem Wind.

Almsee

Wandervorschlag#

Rund um den Almsee: Vom Gasthaus Jagersimmerl in der Habernau geht man ein kurzes Stück in Richtung Almtalerhaus und zweigt gleich nach der Brücke über den Almbach nach rechts ab. Am Ostufer des Sees wandern wir durch schönen Wald und später auf dem breiten Wanderweg bis zum Südende des Sees beim Gasthof Seehaus ( 1 ½ Std.). Von hier kann man bereits mit dem Bus zum Ausgangspunkt zurückfahren, wenn man nicht auf der Fahrstraße längs des Westufers zurückgehen will. – Man kann der Straße aber auch auf einem Wanderpfad rund um den Ameisstein ausweichen (weitere 1 ½ bis 2 Std.)

Landkarte: Freytag & Berndt Nr. 081

Steckbrief#

569 m Seehöhe, 980.000 m² Seefläche; 1,6 km lang, 700 m breit, bis zu 9 m tief.
Fischarten: Hecht, Saibling, Lachsforellen, Zander. Fangfrische Saiblinge und Forellen in den Gaststätten am See.
Tauchsport: Das Wasser ist glasklar und gewährt in den Sommermonaten und im Herbst eine Sicht von 10 bis 15 Metern.; die Temperatur geht allerdings über 15 Grad auch im Sommer an der Oberfläche nicht hinaus. Der beste Einstieg liegt gleich am Seeanfang an der Nordseite; der See kann aber auch an der gesamten Westseite betaucht werden. Besonders interessant ist der beachtliche Fischreichtum und der schöne Bewuchs mit Unterwasserpflanzen. Unter der oben erwähnten Insel kann man durchtauchen, muß aber auf Wurzelteile acht geben, in denen man sich verheddern könnte. Rund um die Insel kann man auch tauchende Eisvögel beobachten. Sehr interessant sind im vorderen Seeteil fünf Unterwasserquellen, die in ca. 5 m Tiefe wie kleine Vulkane dem kiesigen Boden entspringen.
Information: Tourismusverband Grünau im Almtal, Nummer 299, 4645 Grünau im Almtal, Telefon: (07616) 8268, E-Mail: grünau@almtal.at




© Bild und Text Hilde und Willi Senft