Hintersee bei Salzburg #

Hintersee
Vom Nordwestende des Fuschlsees fährt man etwa 7 Kilometer durch das schöne Hochtal der „Faistenau“ bis zum romantischen Hintersee bzw. noch einmal so weit bis in die Ortschaft Hintersee. Von hier weg gibt es eine Fülle von Wanderungen. Etwa eine Stunde benötigt man, um den See zu umwandern. „Badebuffet“ am Südufer. Hier – und nicht am Toplitzsee – war „Nazigold“ versteckt. Es handelte sich um einen Teil der Goldreserven der italienischen Staatsbank. Ein Dokumentarfilm des ORF (gesendet am 21.3.2004 in der Leiste „Österreichbild“) erhellte die Vorgänge wie es dazu kam: Das Schloss Fuschl am gleichnamigen See war private Residenz des Reichs-Außenministers Ribbentrop. Hierher – in das Gebiet der „Alpenfestung“ – hatte er im Jahre 1945 auch einen Teil der italienischen Goldreserven bringen lassen. Es handelte sich um eine Tonne Goldbarren und Goldlira. In den ersten Mai-Tagen des Jahres 1945, als die amerikanischen Panzerspitzen bereits die Stadt Salzburg erreichten, versuchte man eiligst das Gold irgendwo zu verstecken.

Ein örtlicher Parteifunktionär hatte die Idee, es bei einem sehr abgeschieden liegenden, „vertrauenswürdigen“ Bauern im Gebiet des Hintersees vergraben zu lassen. (Gold und andere Prätiosen in einem See zu versenken – siehe „Toplitzsee-Legende“ – fiel wohl niemandem ein, war doch eine erhoffte spätere Bergung im Geheimen ohne aufwendige Tauch-Ausrüstung nicht möglich). In je etwa acht Kilogramm wiegenden Säckchen wurde das Gold bis zum Ende der Autostraße unterhalb des an einem Steilhang liegenden Bauernhofs gebracht und von dort mühevoll mit einem von einem Ochsen gezogenen Karren nach oben zur inzwischen ausgehobenen Erdgrube transportiert und verscharrt. Leiter der Aktion war ein Beamter des Außenministeriums.

Wenige Tage später war der Krieg zu Ende und die Amerikaner bekamen sofort Wind von der Sache und der „Goldschatz“ am Hintersee, aber auch an einigen anderen Orten im Salzburgischen, wurde von ihnen umgehend „geborgen“. Merkwürdigerweise tauchten aber noch Jahre später immer wieder Goldlira-Münzen in der Gegend auf – es waren also vor dem Zugriff der Amerikaner wohl einige Säckchen abgezweigt worden. Dies rief wiederum Schatzsucher auf den Plan, die mit Metall-Detektoren das Gebiet bis heute durchstreifen…

Wandervorschlag#

Vom Nordwestende des Fuschlsee färht man etwa 7 km durch das schöne Hochtal der "Faistenau" bis zum romantischen Hintersee bzw. noch einmal so weit bis in die Ortschaft Hintersee. Von hier aus gibt es eine Fülle von Wandermöglichkeiten. Etwa 1 Stunde benötigt man, um den See zu umwandern.

Wanderkarte: F & B Nr. 283

Steckbrief#

688 Meter Seehöhe; 1,3 km lang, 300 m breit.
Fischarten: Saiblinge, Forellen
Bademöglichkeit

Information: Tourismusverband Hintersee, A-5321 Hintersee, Telefon: (06224) 344, Fax: (06224) 21414, E-Mail: hintersee@fuschlseeregion.com, Internet: www.fuschlseeregion.com/de/hintersee.shtml




© Bild und Text Hilde und Willi Senft