Zeller See #

Zellersee
Umrahmt von einer gewaltigen Bergkulisse ertreckt sich im weiten Talboden des Mittleren Pinzgaus, dort wo Saalach und Salzach aufeinander treffen, der Zeller See. Im Süden spiegeln sich die Eisgipfel der Hohen Tauern, allen voran die kühn geformte Spitze des Kitzsteinhorns, sowie im Vordergrund das markante Imbachhorn auf seiner Wasserfläche. Im Norden bilden Steinernes Meer, Leoganger- und Loferer Steinberge die Kulisse.

Am Westufer liegt die Bergstadt Zell am See am Fuß der durch eine Seilbahn erschlossenen Schmittenhöhe, schon vom Landschaftsbild den grünen Kitzbühler-Alpen zugehörig – gleichermaßen Anziehungspunkt für den Wintersport, wie im Sommer für „aussichtsreiche“ Wanderungen. Die „Stadtpfarrkirche zum heiligen Hippolyth“ ist eine romanische Pfeilerbasilika und stellt sich im Inneren als dreischiffiges gotisches Langhaus mit Netzrippengewölben auf gedrehten Marmorsäulen dar. Interessante gotische Wandmalereien. Der Stadtplatz beeindruckt durch zwei- bis dreigeschossige breit gelagerte Bürgerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Wandervorschlag#

„Pinzgauer Spaziergang“: Auffahrt mit der Kabinenseilbahn zur Schmittenhöhe (1.964 m). Mit geringen Steigungen geht es nun am prachtvoll aussichtsreichen Kamm, der Markierung Nr. 719 folgend, weiter. Nach dem Kettingtörl wird das Pinzgauer Haus (1.695 m) erreicht. Von hier geht es stets in 1.900 bis 2.000 Meter Seehöhe weiter über Klammscharte, Klinglertörl und Murnauerscharte bis zur Bürgl-Hütte. Da diese gesamte Tour neun bis zehn Stunden dauert, wird man schon früher eine der Abstiegsmöglichkeiten ins Tal wählen (Piesendorf, Niedernsill, Uttendorf – Rückfahrt mit Postbus). Landkarte: Freytag & Berndt Nr. 383

Steckbrief#

750 Meter Seehöhe; 4.7 km²; 4 km lang; 1,3 km breit, 65 m tief.
Fischkarten Reinanke, Hecht, Forelle, Zander, Rotauge, Schleie, Brachse, Barsch. Schon in sehr frühen Zeiten war der See für seinen Fischreichtum bekannt – im Mittelalter war der See wegen seiner Reinanken berühmt. Die Fischereirechte besaßen die Fürsterzbischöfe von Salzburg.
Segeln, Surfen, mehrere Bademöglichkeiten.
Tauchsport: Das Wasser erwärmt sich im Sommer rasch, weil der See keine Gletscherbäche als Zufluss hat und erreicht bis 25 Grad. Im Winter friert der See mit einer Eisdecke is 50 cm zu. Durch starke Sumpfgasentwicklung bleiben jedoch auch im Winter an die 100 „Brunnlöcher“ offen. Die besten Tauchzeiten sind Frühjahr und Herbst. Der Bewuchs mit Unterwasserpflanzen ist sehr gut. Streckenweise gibt es auch einen Schilfgürtel. Die beste Einstiegsmöglichkeit besteht beim „Aqua Center Tauchschule Scholz“ in Zell am See.
Information: Tourismusverband Zell am See, Telefon: (06542) 7700, Fax: (06542) 72032, E-Mail: zell@gold.at; siehe auch Internet: www.zellamsee.com.
Schifffahrt: Ausflugs- und Seerundfahrten mit MS Kitzsteinhorn, MS Großglockner und MS Libelle (Nostalgieschiff)



© Bild und Text Hilde und Willi Senft