Seen des Klafferkessels

Die Seen des Klafferkessels#

Klafferkessel See
Zwischen Preintalerhütte und Gollinghütte erstreckt sich der Klafferkessel als eines der großen Naturwunder in den Ostalpen – wie so viele Gewässer ein Werk der Eiszeitgletscher. Das Seenplateau des Klafferkessel mit seinen rund dreißig (!) Seelein , Meeraugen und Lacken ist zweifellos das Glanzstück der Schladminger Tauern. Es ist eine Märchenwelt, die uns hier umfängt. Über-, neben- und untereinander liegen die Seelein, die alle anders ausgeformt sind. Die vielen Schneereste ergeben bis in den Sommer hinein eine sich immer wieder ändernde Uferlandschaft. Das Zentrum sind die vielen Seen um Greifenstein und Reislingkogel und die vorgeschlagene Wanderung soll uns mitten hindurchführen.

Wandervorschlag#

Durch den Klafferkessel: Der Klafferkessel liegt zwischen den beiden Unterkunfts-Stützpunkten Preintalerhütte und Gollinghütte und es empfiehlt sich, die Tour von der Preintalerhütte aus zu unternehmen. Von der Hüte weg steigen wir hinauf ins Äußere Lämmerkar und von dort aufwärts zur Unteren Klafferscharte. Wir erreichen als erstes die beiden Klippseen, kommen zu den Gamsaugen, zum Eissee, der bis in den Sommer zugefroren ist, und zum Törlsee am Fuß des Greifensteins. Weiter führt der Pfad zum Winkelsee, zu den Staffelseen, schließlich zum größten See, den Oberen Klaffersee und weiter auf den Greifenberg, von wo wir (steil) zur Gollinghütte absteigen. Die reine Gehzeit von Hütte zu Hütte beträgt gute fünf Stunden.

Auf den Hochgolling: Mit 2.863 m ist er der höchste Berg der Niederen Tauern und seine Besteigung ist besonders lohnend, kann aber nur Schwindelfreien und Geübten empfohlen werden. Vom Schladminger Untertal kommend, nächtigen wir auf der Gollinghütte (1.651 m) und wandern zuerst über die Obere Steinwenderalm in den „Gollingwinkel“ hinein. Rasch führt uns von hier ein guter Pfad in vielen Kehren in die Gollingscharte hinauf. Von dort geht es in weitem Bogen zur Westflanke, dort zuerst über Schutt, später durch unschwierige Felspassagen, die aber doch manchem Ungeübten schon zum Verhängnis wurden, bis zum Gipfelkreuz. Nach 3 ½ bis 4-stündigem Aufstieg genießen wir vor allem den Blick hinüber zu den vergletscherten Hohen Tauern.

Landkarte: Freytag & Berndt Nr. 201

Steckbrief#

Die rund dreißig Seen und Seelein liegen zwischen 2.000 und 2.300 Meter Seehöhe. Die drei größten sind Zwerfenbergsee sowie Oberer- und Unterer Klaffersee, mit je um die 250 Meter Durchmesser. Information: Regionalverband Dachstein-Tauern, Ramsauerstraße 756, A-8970 Schladming, Telefon: (03687) 23310, Fax: (03687) 23232, E-Mail: info@dachstein-tauern.at, Internetseite: www.dachstein-tauern.at


© Bild und Text Hilde und Willi Senft