Riesachsee#

Riesachsee
Im Herzen der Schladminger Tauern, zwischen Hochwildstelle und Hochgolling liegt der leicht erreichbare Riesachsee im gleichnamigen Hochtal. Vom großen Parkplatz im Schladminger Untertal weg führt der Pfad hinauf zum Riesachsee; wir kommen aber schon beim Anstieg an einem der großen Schaustücke des Gebietes, am Riesach-Wasserfall , dem höchsten Wasserfall der Steiermark, vorbei. (Durch eine gesicherte Steiganlage gut erschlossen). Auf der Oberen Gfölleralm (bewirtschaftet; Jausenstation) gelangen wir dann bereits nach einer knappen Stunde zum Westende des Sees, der sich zwischen hohen Fels-. Rasen- und steilen Waldflanken in die Reihe der typischen Tauernseen eingliedert. Vorbei an bewirtschafteten Almen geht es das Seeufer entlang weiter in Richtung „Preintalerhütte“.

Sagen#

Der Lindwurm vom Riesachsee: Noch heute erzählen die Leute, dass im Seebecken, das früher noch viel größer und tiefer war, ein riesiger Lindwurm hauste, den sie ab und zu zu sehen bekamen. Seit Jahrzehnten hat er sich aber nicht mehr gezeigt und die Leute sagen, dass er jetzt mitten im Fastenberg steckt und dort ununterbrochen wühlt, um einmal auf der Schladminger Seite durchzubrechen. Manchmal brüllt und schüttelt er sich, dass der ganze Fastenberg erzittert. Eines Tages – es kann aber noch lange dauern – wird er die Felsen durchbrechen und eine Sintflut wird Schladming und das Ennstal vernichten.

Wandervorschlag#

Zum Riesachsee und zur Preintalerhütte: Beschreibung bis zum Riesachsee siehe oben. Sodann am nördlichen Seeufer, vorbei an Kerschbaumeralm und Kotalm (Jausenstation), zum Schluss steiler ansteigend, zur ganzjährig bewirtschafteten Preintalerhütte in 1.656 m, die in hochalpiner Umrahmung von Greifenstein, Waldhorn und Hochwildstelle umgeben ist. 1 ½ Std. Aufstieg vom Riesachsee.

Auf das Waldhorn: Für trittsichere und geübte Bergwanderer, die auch „Tiefblicke“ vertragen, ist die Besteigung des Waldhorns ein großartiges Erlebnis. Wir gehen von der Preintalerhütte, wo wir genächtigt haben, los in Richtung „Klafferkessel“. Folgen dann aber linkerhand der Markierung zum Waldhorn. Der Steig leitet zum Kapuzinersee und von hier geht es durch eine erdige Rinne steil hinauf ins Waldhorntörl (2.283 m). Von der Scharte weg folgt eine kurze Felspassage, später dann ein gutes, aber schmales Steigerl, das aber manchmal „ausgesetzt“ ist, bis zum Gipfelkreuz auf 2.702 m, das wir nach 3 Std. erreichen. Prachtblick zum Hochgolling und auf eine Vielzahl von „Tauern-Seen“.

Landkarte: Freytag & Berndt Nr. 201

Steckbrief#

Der Name leitet sich von den „Holz – Riesen“ ab, über welche geschlägertes Holz abtransportiert wurde.
1.338 Meter Seehöhe, 750 Meter lang, 250 Meter breit, 19 Meter tief.
Tauchsport: Der Riesachsee wurde vor kurzer Zeit von den Tauchsportlern als besonderes „Hochgebirgs-Taucherlebnis“ entdeckt. Das Wasser ist glasklar und durchsichtig, allerdings auf Grund der Höhenlage sehr kalt (kaum je über 14 Grad). Der See ist Privatbesitz der Familie Meißnitzer „Tetterhof“ in Untertal 24, wo man sich auch anmelden muß. Es gibt aber kein grundsätzliches Tauchverbot und keine Schutzzonen.

Information: Regionalverband Dachstein-Tauern, Ramsauerstraße 756, A-8970 Schladming, Telefon: (03687) 23310, Fax: (03687) 23232, E-Mail: info@dachstein-tauern.at, Internet: www.dachstein-tauern.at




© Bild und Text Hilde und Willi Senft