Wildensee #

Wildensee
Der wildromantische Bergsee liegt in einer Gründoline zwischen dem Altausseer See und dem Offensee (siehe eigenes Kapitel) umsäumt von Legföhren, Felsen und kleinen Almweideflächen sowie überragt vom markanten Rinnerkogel – und zwar gerade noch auf steirischem Boden, knapp an der Landesgrenze zu Oberösterreich. Er ist nur in einer mehrstündigen Wanderung – entweder von Altaussee oder vom Offensee aus – zu erreichen

In alten Zeiten hieß das Tote Gebirge „Frei-Gebirge“. Im Mittelhochdeutschen bedeutet „wilden“ so viel wie „Wildnis“ und damit Freiheit für alle, die sich dort bewegten. Damals war ein Freischütz ein „Wildener“, der im „freien Gelände“ seiner Jagdbeute nachspürt. Unter Kaiser Maximilian wurden übrigens in den Alpenseen bereits die so genannten „Schwarzreiter“, die Stammfische der Saiblinge, eingesetzt. Solche Schwarzreiter werden auch heute noch im Wildensee erbeutet. Schon seit dem Mittelalter war das Fischwasser am Wildensee zwischen den Klöstern Traunkirchen und Kremsmünster aufgeteilt.

Wandervorschläge#

Von Altaussee zum Wildensee: Vom Altausseer See weg steigen wir hinauf zum Hochklopfsattel (1.498 m) und über die „Augstwiesen“ am Rand der Augstwiesen-Alm mit ihren vielen Hütten bis zur Wildensee-Alm (1.521 m) mit einer Selbstversorgerhütte des Alpenvereins. Von hier sind es nur noch 20 Minuten hinunter zur blaugrün schimmernden Fläche des Wildensees. 4 Stunden Aufstiegszeit.

Vom Offensee zum Wildensee: Vom Offensee weg leitet die Markierung über einen versicherten Steilanstieg durch die „Rinnerböden“ hinauf zum bewirtschafteten „Rinnerstüberl“ und längs der reizvollen Uferszenerie des Seeabflusses zum Wildensee. 3 ½ Stunden Aufstiegszeit

Landkarte: F&B Nr. 082

Steckbrief#

1.535 Meter Seehöhe, Ausmaß 300 mal 200 Meter, Fläche 7 ha, Tiefe nicht bekannt.
In heißen Sommerwochen genießt man an diesem paradiesisch einsamen Flecken gerne ein kurzes erfrischendes Bad.

Information: Infobüro Altaussee, Fischerndorf 61, 8992 Altaussee, Telefon: (03622) 1643, E-Mail: info.altaussee@ausseerland.at




© Bild und Text Hilde und Willi Senft